Biodiversität nach der Getreideernte planen 

Film: Ast- und Steinhaufen anlegen - Kleinstrukturen als Lebensraum für Wildtiere, speziell für Wiesel

Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen werten den Lebensraum für Wildtiere im Kulturland auf. Im Video zeigt Cristina Boschi von WIN Wieselnetz, wie man Ast- und Steinhaufen anlegt. Mit einer speziellen Aufzuchtkammer ausgestattet eignen sich die Ast- und Steinhaufen besonders auch für Mauswiesel und Hermeline. Diese Mäusejäger benötigen Verstecke mit Hohlräumen, die für sie, nicht jedoch für ihre Feinde zugänglich sind. Die Ast- und Steinhaufen müssen sich zudem in der Nähe eines guten Jagdgebiets befinden, wo die Wiesel nach Wühlmäusen jagen können.

Viele Arten profitieren

Die Ast- und Steinhaufen müssen mindestens ein Meter hoch und zwei bis drei Meter breit sein, je grösser desto besser. Für das Wiesel ist ein guter Steinhaufen genauso gut, wie ein guter Asthaufen. Was schliesslich entscheidet, ist das Material, das zur Verfügung steht. Ein guter Standort ist zum Beispiel am Waldrand. Es kann ein Ort sein, an dem es bereits ein Hindernis gibt: einen Einzelbaum, Strommasten, ein Pumpenhäuschen. Auch mitten auf der Wiese ist für das Wiesel ideal. Ungünstig ist, wenn der Asthaufen unmittelbar neben einem Weg liegt, wo sehr viele Leute mit Hunden entlanggehen.

Neben den Wieseln gibt es noch viele andere Arten, die von den Haufen profitieren: Von den Reptilien Zauneidechsen und Blindschleichen, Kröten, Molche, Frösche. Bei den Insekten zum Beispiel Hummeln, Igel oder auch verschiedene Vogelarten, die einen Asthaufen als Sitz- oder Jagdwarte nutzen.

Weitere Informationen
www.agri-biodiv.ch
Biodiversität (ganze Rubrik)

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