Ist der Biolandbau klimafreundlicher? Biolandbau führt zu höheren Bodenkohlenstoffgehalten 

Klimaschutz und Effizienz trotz tieferer Erträge

Oft werden Betriebsleiter aufgrund der tieferen Erträge im Biolandbau auf die Effizienz der Bioproduktion angesprochen. Eine deutsche Studie liefert nun neue Argumente. Sie zeigt die Klima- und Energiebilanzen von 80 Landwirtschaftsbetrieben (40 Bio, 40 konventionell). Zwar gibt es grosse einzelbetriebliche Unterschiede, trotzdem unterscheiden sich bio und konventionell nachweisbar:

  • Energieeffizienz
    Biobetriebe produzierten pro eingesetzte Kalorie (Diesel, Elektrizität, usw.) 20 Prozent mehr Output (in Kalorien) als konventionelle. Oder anders gesagt: Die meist um 20 bis 40 Prozent höheren Erträge der konventionellen Betriebe verursachen einen überproportionalen zusätzlichen Energieverbrauch.
  • Klima
    Pro produzierte Einheit (zum Beispiel 1 Liter Milch), emittieren Biobetriebe im Schnitt nur 80 Prozent der Treibhausgase von konventionellen Betrieben. Dies obwohl die Milchleistungen auf den untersuchten Biobetrieben rund 35 Prozent tiefer lag. Grund dafür ist auch der tiefere Kraftfuttereinsatz der Biobetriebe.

Klimaschutz steht auch bei Bio Suisse auf dem Programm. Um den Knospe-Betrieben eine preiswerte Klimaberatung zur Verfügung zu stellen, ist Bio Suisse eine Partnerschaft mit AgroCleanTech eingegangen. Daraus werden Beratungen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz resultieren.

Wer sich für eine Klimaberatung interessiert, meldet sich beim Autor dieses Artikels, Christoph Fankhauser (Kasten rechts).

Weitere Informationen zur Studie:
www.pilotbetriebe.de

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 30.04.2013

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