Blütenausdünnung Einsatz von Mauerbienen in Bioobstanlagen 

Mechanische Baumstreifenbewirtschaftung

Eine geringe pflanzliche Konkurrenz um Wasser im Baumstreifen trägt entscheidend zur Sicherung der Erträge einer Obstanlage bei. Für die herbizidfreie Baumstreifenbewirtschaftung hat das FiBL das so genannte Sandwichsystem entwickelt. Diese Methode setzt sich immer mehr durch. 

Beim Sandwichsystem wird im Gegensatz zur ganzflächigen Bearbeitung des Baumstreifens nur links und rechts der Bäume ein jeweils zirka 40 cm breiter Streifen gehackt. Der 20 bis 30 cm breite Mittelstreifen ist begrünt. Für das Hacken der Aussenstreifen kann ein einfaches und kostengünstiges Gerät eingesetzt werden. Dieses Vorgehen geht schneller als das Hacken zwischen den Bäumen und lässt sich mit anderen Arbeiten (Mulchen, Pflanzenschutz) kombinieren.

Zur Begrünung des Mittelstreifens werden bevorzugt niedrig wachsende, wenig konkurrenzierende und bodenbedeckende Pflanzen, die nicht gemäht werden müssen, etabliert. In den Versuchen des FiBL hat sich das Habichtskraut, Hieracium pilosella, das auch als Heilpflanze bekannt ist, recht gut bewährt. Es verbreitet sich problemlos durch Ausläufer und Samen. Die Pflanzen bilden einen dichten Teppich im unbearbeiteten Mittelstreifen und verdrängen somit unerwünschte Kräuter. 

Die Etablierung des Habichtskrauts gelingt am besten über Setzlinge. Diese werden in der Streifenmitte im Abstand von 20 bis 35 cm gepflanzt. Optimale Pflanzzeit ist im April. Wenn eine Bewässerung vorhanden ist, kann mit einer Pflanzung bis Ende August noch eine gute Bodenbedeckung erzielt werden. Idealerweise erfolgt die Pflanzung vor der Baumpflanzung in ein lockeres Pflanzbeet oder mit Hilfe einer Setzmaschine.

Für weiterführende Informationen:

Merkblatt Anbautechnik Bioobstbau, Teil 2 (FiBL-Shop)

SANDI-Hackgerät

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 01.02.2012

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