Mischweide reduziert Parasitenbefall Esparsette - das Interreg-Projekt 

Mit Ersparsette gegen Magen-Darm-Parasiten

Esparsette (Onobrychis viciifolia) ist eine wertvolle Futterpflanze mit mehreren günstigen Eigenschaften. Vor Einführung der Luzerne war sie eine verbreitete Futterpflanze in der Schweiz. Die Esparsette kommt mit kargen und eher trockenen Bedingungen zurecht und gedeiht gut auf kalkhaltigen Böden. Sie hat je nach Sorte einen hohen Gehalt an kondensierten Tanninen, Gerbstoffe, die bei Wiederkäuern die Verwertung der Eiweisse positiv beeinflussen und Magen-Darm Parasiten reduzieren können. Da die chemisch-synthetischen Entwurmungsmittel zusehends an Wirkung verlieren und es bisher wenig Alternativen zur Parasitenkontrolle gibt, ist die Esparsette eine praktikable und zudem natürliche Lösung.

Am FiBL wird seit über zehn Jahren zur Esparsette und Parasitenkontrolle geforscht. Seit Anfang dieses Jahres gibt es ein Beratungs- und Forschungsprojekt des FiBL und Mediplant. In den Kantonen Wallis, Graubünden und Freiburg wurden Pflanzenbauer gefunden, die auf insgesamt 11 Hektaren in die anspruchsvolle und qualitätsorientierte Produktion von Esparsette einsteigen wollen, um die wachsende Nachfrage zur Wurmkontrolle zu decken. Die Esparsette wird in Form von Heu oder Silage geerntet und möglicherweise werden auch Pellets produziert. Die Ernteprodukte werden vom FiBL auf Tanningehalt und Nährstoffe geprüft und zertifiziert. Der Tanningehalt muss mindestens 5 Prozent in der Trockensubstanz enthalten.

Unter www.esparsette.ch finden Sie zusätzliche Informationen rund um diese Futterpflanze. Neben dem Anbau wird auch die Verfütterung der Esparsette von Beratern begleitet. Vor allem bei der Anwendung bei Schafen und Ziegen sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden, denn es besteht noch Optimierungsbedarf. 

Interessierte Pflanzenbauer oder Tierhalter können sich an folgende FiBL-Berater wenden:

  • Esparsette Anbau: Matthias Klaiss (Kasten rechts)
  • Esparsette Fütterung und Parasitologie: Steffen Werne (Kasten rechts)

Autor: Matthias Klaiss


Weiterführende Informationen

Für präventiven Einsatz der Esparsette sind hohe Tanningehalte nötig (Bioaktuell 2|2018) (208.7 KB)

«Futterpflanze Esparsette: Gut gegen Parasiten, schwierig im Anbau» (Bioaktuell 6/2015) (5.4 MB)

www.esparsette.ch

Esparsette - das Interreg-Projekt

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.08.2019

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