Mit PS aus Fleisch und Blut die Ressourcen schonen Die Pferde artgerecht halten 

Pferde gezielt entwurmen

Die selektive Entwurmung tut Gutes für Pferd, Umwelt und Portemonnaie – und reduziert Resitenzbildungen.

Die Entwurmung von Pferden erfolgt auch auf Biobetrieben immer noch häufig «nach Plan». Diese Praxis, die meist bei Pensionspferden zum Zug kommt, entspricht nicht den Vorgaben des Biolandbaus, wonach Tiere nur nach Nachweis eines Erregers behandelt werden dürfen. Zudem beschäftigen zunehmende Resistenzen gegen Entwurmungsmittel und deren negative Auswirkungen auf Bodenlebewesen gerade auch umweltbewusste Biobauern. Die Resistenzentwicklung kann verlangsamt und Umwelt, Pferd und Portemonnaie können geschont werden, wenn anstelle der «Entwurmung nach Plan» die «selektive Entwurmung» praktiziert wird. Dabei wird der Kot der verschiedenen Tiere im Labor untersucht, bevor man sich für oder gegen eine Behandlung entscheidet. Damit entspricht diese Methode in idealer Weise den Anforderungen des Biolandbaus. Das FiBL wird deshalb ab Beginn der Weidesaison 2017 ein Parasitenüberwachungsprogramm für Pferde anbieten, welches Biobetrieben ermöglicht, die Entwurmung der Pferde nach dem Grundsatz «so wenig wie möglich – so viel wie nötig» durchzuführen. Veronika Maurer, FiBL  

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.07.2013

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