Weidegang und Saugen am Euter Richtiges Kastrieren vermeidet Schmerzen 

Resultate des Projektes «Extensive Mast von fleischbetonten Milchrassen»

Im Rahmen des Projektes «Extensive Mast von fleischbetonten Milchrassen» hat ein Team unter der Leitung des FiBL die Mast von 18 Milchrassenremonten ausgewertet. Die Resultate sind erfreulich und zeigen, dass gut bemuskelte Milchrassentiere beachtliche Mastresultate erzielen können – und dies mit betriebseigenem Raufutter. Die wertvollen Fleischpartien sowie die Fleischqualität lassen sich mit denjenigen der Fleischrassen von Terra Suisse Munis vergleichen. Es bleibt jedoch bei den Ochsen eine Herausforderung, die Taxierung „T“ für die Fleischigkeit zu erreichen. 30% erreichten lediglich ein „T-„ und fallen somit aus dem „Bio-Weide-Beef“ Programm.

Marktchancen für gut bemuskelte Milchrassenkälber

Es ist zu hoffen, dass sich aufgrund der guten Resultate beim «Anteil wertvoller Fleischstücke» sowie bei der «Fleischqualität im engeren Sinn» neue Möglichkeiten für die Vermarktung gut bemuskelter Milchrassen ergeben. Biomilchviehbetriebe wie auch Biomastbetriebe, die sich für das Abtränken und Ausmästen fleischbetonter Milchrassen interessieren, sollen sich vor dem Einstieg bei der FiBL-Beratung melden.

Die Resultate als Präsentation (1.1 MB)

Ergebnisse des Projektes in Kürze

Die 13 Ochsen (Swiss Fleckvieh) und 5 Rinder (Rückkreuzungen Original Braunvieh) erzielten erfreuliche Resultate. Die Rinder erreichten im Durchschnitt einen Masttageszuwachs von 640 Gramm und die Ochsen von knapp 800 Gramm pro Tag. Die Rinder erreichten mit einem Alter von 25 Monaten ein Schlachtgewicht von 290 Kilo, die Ochsen mit knapp 26 Monaten gut 300 Kilo. Der Ausmastgrad wurde bei den Rindern früher erreicht als bei den Ochsen, obwohl bei letzteren 10 Prozent Silomais zugefüttert worden war. Bei der Fleischigkeit erreichten 30 Prozent der Ochsen die geforderte Mindesttaxierung eines «T» nicht. Die Rinder erreichten alle ein «T».

Beim Anteil der wertvollen Fleischpartien wie Entrecôte, Hohrücken, Huft und Filet erreichten die Rinder und Ochsen vergleichbare Werte wie die Terra Suisse Munis. Bei der Untersuchung der Fleischqualität im engeren Sinn wie Intramuskuläres Fett, Omega-3 Fettsäuren und Zartheit erreichten die fleischbetonten Milchrassen gute bis sehr gute Werte.

Das Projekt «Extensive Mast von fleischbetonten Milchrassen» (2011-2015) wurde finanziert von der Migros.

DB/FH

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 04.11.2015

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