Freilandhaltung von Schweinen Bioschweinehalter suchen eine Rasse «der man füttern kann, was es auf dem Betrieb gibt» 

Alpschweinevermarktung: Nur Biotiere

Auf vielen Alpen werden Alpschweine gehalten, damit die Schotte sinnvoll verwertet werden kann. Für Knospe-Käsealpen verlangen die Bio Suisse Richtlinien, dass die Alpverantwortlichen Bio- oder Umstell-Jager zukaufen. Der Kauf dieser Tiere bringt zwar einen höheren Einkaufspreis mit sich, ermöglicht es aber, die Alpschweine mit der Knospe und den entsprechenden Dienstleistungen von Bio Suisse zu vermarkten.

Bestand bis drei Schweine gilt als Hobbyhaltung

Wer maximal drei Schweine auf seiner Bioalp hält, darf diese im Rahmen der Hobbytierhaltung aus nichtbiologischer Zucht zukaufen. Das entsprechende Schweinfleisch dient aber nur zum Eigenkonsum und darf nicht vermarktet werden. Als Vermarktung gilt jeglicher Verkauf ausserhalb des Betriebes. Die Abgabe von Produkten aus Hobbytierhaltung an Betriebsangehörige fällt gemäss Bio Suisse Richtlinien nicht unter die Vermarktung, ist also möglich.

Auch bei Hobby- und Selbstversorgungsschweinen müssen die Fütterung und die Haltung vollumfänglich den Bio Suisse Richtlinien entsprechen. Hingegen muss kein Tierhaltungsjournal geführt werden und die Herkunft der Jager wird nicht überprüft.

Regelung bei Nichtbioalpen

Die vom Biobetrieb gelieferten Jager für die Sömmerung auf Nichtbioalpen können aus nichtbiologischer Zucht stammen. Die Rücknahme von Schweinen von einem Nicht-Knospe-Sömmerungsbetrieb auf den Heimbetrieb ist möglich. Die Fütterung und die Haltung muss aber auf dem Heimbetrieb den Knospe-Richtlinien entsprechen.

Weiterführende Informationen

Weisungen «Abwesenheit der Tiere vom Heimbetrieb» und «Alpung und Sömmerung»
Das Bioregelwerk

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 01.06.2012

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