Merkblatt: Bioschweinehaltung in Europa 

Spaltenböden für Ausläufe ungeeignet

Mastschweineställe für die biologische Produktion, aber auch für andere Labelprogramme mit der Forderung nach einem Auslauf, werden häufig aus konventioneller Sicht geplant. Bei der Diskussion um Spaltenböden, Teilspalten oder planbefestigten Ausläufe wird leider oft falsch entschieden. Das führt zu täglicher Mehrarbeit für das Reinigen der Ausläufe. Denn perforierte Ausläufe funktionieren bei geringen Besatzdichten nicht. Der Mist muss täglich, meist von Hand, abgeschoben werden. Auch sind die Investitionskosten weitaus höher.

Beim planbefestigen Auslauf kann auf den Unterbau mit Güllekanal verzichtet werden. Wichtig bei der Planung von Mastschweineställen ist, dass die Buchtenbereite 2.50 Meter nicht übersteigt, sonst verkoten die Tiere auch den Stallinnenraum. Schweine entfernen sich zirka 2 Meter vom Liegebereich um zu koten. In jeder Bucht sollte unter den Trennwänden ein „Kotschlitz“ vorhanden sein. Im Stallinnern sind diese blickdicht.

Schieberentmistungen im Auslauf funktionieren bei Schweinen nicht, denn diese Form der Entmistung erfordert eine waagrechte Fläche. Durch den stehenden Kot und Urin steigt der Anteil an verschmutzten Tieren und die Emissionen.

Wirklich gut funktionieren mobil entmistete Flächen mit einer Neigung von 5 Prozent und einer Schlitzrinne. Dabei ist wichtig, dass die Abtrennungen im Auslauf arbeitswirtschaftlich praktikabel angebracht sind. Sie sollten mit Hilfe von Aufhängungen so angebracht sein, dass sie zum Stallbereich geschlossen werden können um dann mit dem Radlader die „Entmistungsstrasse“ reinigen zu können. Mittlerweile haben findige Landwirte schon einige Ideen entwickelt, die Tore bedienerfreundlich zu gestalten.

Autorin: Barbara Früh

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 30.03.2010

Werbung