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Körnerleguminosen

Körnerleguminosen stehen nicht nur für eine gesunde, wertvolle Ernährung sondern auch für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion. Auf viehschwachen Biobetrieben gehören Leguminosen fest in der Fruchtfolge. Leguminosen können eine Symbiose mit Knöllchenbakterien eingehen. Durch die Besiedelung der Bakterien werden Wurzelknöllchen gebildet, in denen Stickstoff aus der Luft fixiert wird. Dieser Stickstoff ist für die Leguminose selbst wie auch für Folgekulturen verfügbar. Der Anbau von Leguminosen wirkt sich auch positiv auf die Bodenfruchtbarkeit aus – unter anderem durch die intensive Bewurzelung des Bodens als auch der Fähigkeit der Leguminose, schwer verfügbare Phosphorverbindungen im Boden aufzuschliessen.

Weltweit ist Soja die meist angebaute Körnerleguminose. Der hoch intensivierte Anbau von Soja in Brasilien mit gentechnisch veränderten Pflanzen und immensem Herbizideinsatz hat dem Image der Leguminosen etwas geschadet. Die FAO hat das Jahr 2016 zum internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ernannt. Dadurch soll das Wissen um die Vorteile der wertvollen Leguminosen erneut gestärkt werden. Bio Soja hat in der Schweiz eine gewisse Bedeutung zur Herstellung von Tofu. Die Flächen sind bisher bescheiden. Es werden hauptsächlich einheimische Körnerleguminosen wie Futtererbsen und Ackerbohnen angebaut.

Weiterführende Informationen:

Merkblatt «Erfolgreicher Anbau von Körnerleguminosen in Mischkultur mit Getreide» (FiBL-Shop)
Merkblatt «Biokörnerleguminosen auf einen Blick» (im FiBL-Shop)
Merkblatt «Leguminosen nutzen» (im FiBL-Shop)
Hülsenfrüchte (Themenseite, Webseite FiBL)

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 09.02.2017

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