Bio-Kartoffeln

Schwieriges Anbaujahr 2016, trotzdem ist die Nachfrage steigend

Der Durchschnittsertrag über alle Bio-Sorten lag aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen 2016 36.5% unter dem Fünfjahresmittel. Der Lagerbestand im Oktober 2016 betrug 3'093 Tonnen im Gegensatz zu 4'883 Tonnen im Durchschnitt der drei Vorjahre. Um die Versordung bis zur neuen Ernte sicherzustellen, sind Importe notwendig. 

Die Anbaufläche der Bio-Kartoffeln konnte jedoch über die vergangenen Jahre kontinuierlich gesteigert werden und auch die Bio-Kartoffel-Verkäufe konnten von 3'910 Tonnen (2005) auf über 7'000 Tonnen (2016) gesteigert werden. Der Marktanteil von Bio-Kartoffeln betrug 2015 gemäss Nielsen 12.1%. Der Bio-Kartoffelmarkt kann in guten Jahren ausreichend mit  Vollknospe-Kartoffeln versorgt werden.

Die solide Nachfrage führt dazu, dass die Bio-Preise im 2016 für die festkochenden Sorten auf Fr. 99.65/100 kg (Vorjahr Fr. 96.-) und für mehligkochende Sorten ebenfalls auf Fr. 99.65/100 kg (Vorjahr 95.-) festgelegt wurden. Bei der Industrieware beläuft sich der Preis auf Fr. 84.65/100 kg (Vorjahr Fr. 81.-). Die mittleren Preisbänder (MPB) für die Ernte 2017 bleiben unverändert. 

Detaillierte Informationen zum Bio-Kartoffelmarkt entnehmen Sie dem Marktspiegel (963.6 KB).

Informationen zur Vermarktung und zur Umstellung im Bereich Bio-Ackerkulturen weiter

Import von Knospe-Kartoffeln

Grundsätzlich kann mit der aktuellen Kartoffelernte die Selbstversorgung sichergestellt werden. Das Basis-Importkontingent beträgt für Speisekartoffeln (Bio & Konventionell) 6'500 Tonnen. Die Umsetzung besorgt swisspatat. Zusätzliche Einschränkungen durch Bio Suisse für Knospe-Kartoffeln sind möglich. Für den Import von Knospe-Kartoffeln und Knospe-Kartoffelflocken sind Einzelimportbewilligungen notwendig (Anhang zu Teil V Bio Suisse Richtlinien). Das Gesuchsformular für eine Einzelimport-Bewilligung finden Sie hier.

aktualisiert am 22.3.2017

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