Axalp: Problempflanzen reduzieren mit cleverer Weideführung

Die Alpkorporation Axalp hat mit einer schlauen Weideführung eine starke Reduktion bei den Problempflanzen erreicht. An der Alpvisite vom 17.08.2017 wird das System angeschaut und diskutiert.

(18.07.2017) Lange waren die 250 Hektaren der Alpkorporation Axalp nur in Unter- und Oberstafel unterteilt. Doch vor etwa zehn Jahren wurden fünf Weideabteile eingerichtet. «So ist jedes Senntum für eine Parzelle verantwortlich und motiviert, eine bessere Weideführung zu machen», sagt der „Älper“ Thomas Michel. «Das verringert den selektiven Frass, also über- und unternutze Flächen.» Sein Senntum umfasst 70 Hektaren mit 136 BioWeideBeef- und Aufzuchtvertrags-Jungtieren.  Es kann an der FiBL-Alpvisite besucht werden.

17.08.2017: Alpvisite mit Erfahrungsaustausch auf der Axalp

Mit Thomas Michel und seinem Cousin werden an der Alpvisitke erfolgreiche und weniger erfolgreiche Strategien ausgetauscht, um Alpen umweltschonend und sachgemäss zu bewirtschaften. „Unsachgemässe“ Bewirtschaftung wird jedoch nicht kontrolliert – nur die Verbuschung und Verunkrautung. Hier ordnen die Kantone und Kontrollorgane basierend auf Art. 34 DZV Massnahmen an und setzen für die Sanierung eine Frist. Es drohen Kürzungen von Normalbesatz und Beiträgen. Das löst Zeitdruck aus, oft wird deshalb zur Herbizidspritze gegriffen. Es braucht aber langfristig wirksamen Massnahmen wie angepasstes Weidemanagement oder Reinigungsschnitte. Bei Alpgenossenschaften entscheiden leider oft Leute, die von der Alpwirtschaft nicht viel verstehen. So wird etwa Stroh auf Alpen geführt und die Streurieder verunkrauten, die früher als Einstreulieferanten dienten. FJS

Weiterführende Informationen

Alpvisite mit Erfahrungsaustausch auf der Axalp 17.08.2017 09.00 bis 16.00 Uhr (Rubrik Agenda)

Unkrautregulierung im Grünland (Rubrik Pflanzenbau)

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