Biofarm fordert faire Preise für Biobrotgetreide und Ölsaaten

(15.07.2014) 

Biofarm ist unzufrieden, dass die Produzentenpreise 2014 für Getreide- und Ölsaaten nicht angehoben worden sind. Nachstehend die Medienmitteilung der Produzentenorganisation aus Kleindietwil im Wortlaut.

«Steigt die Nachfrage, steigt der Preis» lautet ein Marktgesetz. Das sollte auch für Biobrotgetreide gelten – würde man meinen. Bei der vergangenen Preisrunde Biobrotgetreide stellten sich aber die Verarbeiter gegen die von Produzentenseite geforderte Erhöhung des Preises mit dem Hauptargument: Preisdruck ihrer Abnehmer.

Dabei konnte die verarbeitete Menge Biogetreide von 2012 bis 2013 um über 10 Prozent gesteigert werden, während die Inlandproduktion 2013 nur um gut 5 Prozent stieg. Die Steigerung des Umsatzes von Biobroten ist auch im Marktbericht des BLW nachzulesen: Stolze 6.7 Prozent betrug das Wachstum im 2013.
Die Steigerung des Inlandanteils muss aber offenbar hart erkämpft werden – trotz regelmässiger Kritik an Bio-Importen und ebenso regelmässigen Berichten darüber, wie die Grossverteiler die Schweizer Biobauern fördern und unterstützen wollen.

Die Biofarm Genossenschaft, die sich seit 40 Jahren für die Vermarktung von Schweizer Biogetreide einsetzt, wird ihren Biobauern Fr. 2.50 pro 100 kg über den beschlossenen Richtpreisen für Biobrotgetreide der aktuellen Ernte ausbezahlen. «Dies entspricht gerade dem Minus von Fr. 110.-/ha bei den Direktzahlungen, das durch die neue AP resultiert», sagt Niklaus Steiner, Verantwortlicher für das Getreide bei Biofarm. Übrigens: Diese Erhöhung des Getreidepreises von Biofarm macht ein 350 Gramm-Brot im Grossverteiler gerade um etwa 0.7 Rappen teurer…

In direkten Verhandlungen mit den VertreterInnen der Migros konnte die Biofarm den Produzentenpreis für Bioraps leicht anheben auf 230 Franken pro 100 kg. Bei guter Nachfrage des Rapsöls konnte auch hier der Verlust bei den Direktzahlungen ausgeglichen werden. Hansjörg Schneebeli, Präsident der Biofarm Genossenschaft, meint: «Nach unserer Überzeugung sollten bei allen Preisverhandlungen nicht nur die Verarbeiter, sondern auch die Abnehmer am Tisch sitzen. Das fördert das gegenseitige Verständnis für Anbau und Vermarktung.»

Weiterführende Informationen

Richtpreise für Biobrotgetreide bleiben stabil (Meldung vom 07.07.2014)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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