Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome
FiBL
Bio Suisse
Logo
Die Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern

Pflanzung der Hochstammbäume

Der Spätherbst ist die ideale Pflanzzeit für Obstbäume. Bis ins Frühjahr kann sich ein guter Bodenschluss einstellen, der das Anwachsen begünstig. In frostfreien Perioden kann auch im Winter bis ins Frühjahr gepflanzt werden.

Die Wurzeln der Bäume müssen von der Baumschule, über ein eventuelles Zwischenlagern in einem Einschlag, bis zur Pflanzung stets feucht gehalten und gut vor Mäusefrass geschützt werden. Hochstammbäume sollten deshalb mit einem Mäuseschutzgitter gepflanzt werden. Auch nach der Pflanzung gilt es der Mäuseregulierung mit ständiger Kontrolle, Kurzhalten des Grases in der Baumscheibe und der Bekämpfung grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Das Anbringen von Mauseschutzgittern bei der Pflanzung von Einzelbäumen schützt in den ersten Jahren vor einem teuren Baumausfall, entbindet aber nicht von der periodischen Mäusekontrolle und Bekämpfung.

Für Biobetriebe ist die Verwendung von Pflanzgut aus biologischem Anbau obligatorisch. Bei frühzeitiger Bestellung kann aus einem grossen Sortiment an Biojungbäumen gewählt werden. Ausnahmen bedürfen einer Ausnahmebewilligung der FiBL-Saatgutstelle.

Aus dem Sortiment der Spezialmostäpfel haben sich Beffertapfel, Bohnapfel, Grauer Hordapfel, Heimenhofer und Schneiderapfel aufgrund ihrer Robustheit gegen Krankheiten sehr bewährt. Schorfresistente Sorten, welche sich zum Teil auch als Tafelfrüchte eignen, sollten nur angebaut werden, wenn während der Ascosporenphase nach dem Austrieb bis ca. Mitte Mai bei vorausgesagten Infektionsmöglichkeiten durch Prognosemodelle (RIMpro) Pflanzenschutzbehandlungen zur Verhinderung von Schorfresistenzdurchbrüchen durchgeführt werden. Daneben gibt es viele weitere robuste Sorten für verschiedene Verwendungszwecke (siehe Sortenempfehlungen FiBL und FRUCTUS). 

 Bei Kirschen-Hochstammbäumen sollten aus ökonomischen Gründen ausschliesslich schüttelbare Sorten gepflanzt werden. Aus diesem Sortiment ragen Sorten wie Dolleseppler, Benjaminler und als Befruchtersorte Wölflisteiner heraus. Sie eignen sich gut für die industrielle Verarbeitung und sind toleranter gegenüber der Moniliakrankheit als andere Sorten.

Weiterführende Informationen

Möchten Sie die Website zum Home-Bildschirm hinzufügen?
tippen und dann zum Befehl zum Home-Bildschirm hinzufügen nach unten scrollen.