Wisper, Witta und Wally: drei neue Mostapfelsorten mit Mehrwert
Anfang 2025 hat Agroscope drei neue Apfelsorten für die Praxis in der Mostobstproduktion freigegeben: Sie zeichnen sich Robustheit, ihre regelmässigen mittleren bis hohen Erträgen sowie durch eine gute Dörr- und Pressbarkeit.
Die drei Mehrfachnutzungssorten zeichnen sich durch ihre Robustheit, ihre regelmässigen mittleren bis hohen Erträgen sowie durch eine gute Dörr- und Pressbarkeit aus. «Wisper» und «Witta» eignen sich auch als Tafelapfel. «Wally» ist zwar zu sauer für den Frischgenuss, überzeugt aber als Mischpartner in der Saftherstellung. Die drei «W» taugen für den Hochstammanbau, wobei «Wisper» aufgrund der grossen Baumkrone leider zu überhängenden Ästen neigt.
Die Eigenschaften der drei Neuen
Die Früchte der Sorte «Witta» reifen Ende Oktober, lassen sich gut schütteln und haben eine hohe Festigkeit. Die Sorte «Wisper» beeindruckt durch ihre hohe Fruchtbarkeit und die Fruchtgrösse. Die maschinelle Ernte ist bei der Sorte «Wally» aufgrund der weichen Früchte nur eingeschränkt möglich. «Wally» hat von den drei Sorten das geringste Wachstum; daraus ergibt sich eine mittelgrosse Krone.
Nur «Witta» ist in Bioqualität verfügbar
Die drei Sorten werden bei der Baumschule Lehner (konventionell) vermehrt, einzig die Sorte «Witta» ist in Bioqualität bei der Baumschule Scherrer verfügbar. Gemäss Richtlinien von Bio Suisse dürfen bis zu fünf Hochstammbäume aus nicht biologischer Produktion pro Betrieb und Jahr ohne Ausnahmebewilligung gepflanzt werden.
Thierry Suard, FiBL
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 03.03.2026
