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FiBL
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Sortenversuch Biomahlweizen FiBL: Ergebnisse 2025

Das FiBL führt in Zusammenarbeit mit den kantonalen Biofachstellen und Agroscope Sortenversuche mit Biomahlweizen durch. An insgesamt acht Standorten wurden auch 2025 wiederum acht Weizensorten geprüft. Die Standorte sind über das ganze Schweizer Ackerbaugebiet vom Genfersee bis zum Bodensee verteilt.

Die ausgewählten Sorten haben die dreijährigen Exaktversuche von Agroscope schon durchlaufen. Bevor eine Sorte in die empfohlene Sortenliste Biogetreide vom FiBL aufgenommen wird, muss sie sich noch zwei Jahre in den Streifenversuchen bewähren.

Bewertet werden zum einen die agronomischen Parameter Bodenbedeckung, Krankheiten/Schädlinge, Pflanzenhöhe, Lagerung und Ertrag. Daneben werden folgende Qualitätsparameter erhoben: Hektolitergewicht, Rohproteingehalt, Feuchtklebergehalt, Feuchtkleberindex, Fallzahl und Zeleny.

Witterungsbedinungen im Versuchsjahr 2024 / 2025

Auf einen eher nassen Herbst 2024, mit kurzen Zeitfenstern für die Bodenbearbeitung und Saat folgte ein trockener Frühling 2025 mit warmen Temperaturen. Dank des bereits ausgebildeten Wurzelwerks überstand der Weizen diese Trockenphasen gut. Zur Erntephase zog eine zweiwöchige Regenperiode auf. Glücklich schätzen konnten sich diejenigen Produzentinnen und Produzenten, die vor dem Niederschlag ernten konnten. Wer zugewartet hat, kämpfte anschliessend an vielen Orten mit Qualitätsproblemen, insbesondere mit Auswuchs.

Geprüft wurden folgende Sorten:

  • Caminada
  • Arpitteta
  • Cian
  • Piz Nair
  • Selvi
  • Wital
  • Wiwa
  • Rosatch

Ertrag und Qualitätsmerkmale

2025 war ein erfreuliches Getreidejahr mit hohen Erträgen und hohen Proteingehalten. Dies ist insbesondere auf die vielen Sonnenstunden und auf eine gute Wasserversorgung zurückzuführen. So war es den Weizenpflanzen, respektive den Sorten möglich, die gedüngten Nährstoffe aufzunehmen und ihr Potenzial zu entfalten.

Dank der sonnigen Verhältnisse trockneten die Bestände regelmässig ab, sodass die Blatt- und Ährenkrankheiten auf einem tiefen Niveau blieben.

Im Durchschnitt wurde über das gesamte Versuchsnetz ein Ertrag von 55.8 Dezitonnen pro Hektar gedroschen. Die ertragsstärkste Sorte war Piznair mit 61.8 Dezitonnen pro Hektar und die ertragsschwächste Sorte Selvi mit 49.6 Dezitonnen pro Hektar. Selvi funktionierte nur am Standort Oberembrach zuverlässig, an allen anderen Standorten wurde mit ihr unter 50 Dezitonnen pro Hektar geerntet. Zudem war es die Sorte mit der höchsten Krankheitsanfälligkeit im Versuchsnetz.

In Bezug auf den Proteingehalt sind keine grossen Sortenunterschiede zu beobachten. Interessanterweise schloss Piznair mit dem besten Ertrag und Proteingehalt ab. Die neue Sorte Arpitteta erreichte den geringsten Proteingehalt mit 13.7 Prozent.

2025 zeigte wieder einmal, wie wichtig der Erntezeitpunkt ist, um eine gute Qualität abzuliefern. St. Erhard und Tobel konnten erst nach der Regenperiode ernten, was sich schlussendlich in tieferen Hektolitergewichten und Fallzahlen niederschlug. Wiwa, Wital und Rosatch konnten am besten damit umgehen. Obwohl am Standort Tobel alle Sorten visuell ausgewachsen waren, erreichten diese drei Sorten die Qualitätsanforderung der Abnehmer. Die neuen Sorten im Versuchsnetz Arpitteta und Caminada zeigten sich wenig auswuchstolerant.

Präsentationen / Berichte 2011 - 2025

Weiterführende Informationen

Sortenempfehlungen Getreide (Rubrik Getreide)
Sortenliste Getreide (Rubrik Sortenliste)
Markt Biobrotgetreide (Rubrik Markt)

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