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Unkrautregulierung im Mais

Spät gesäter Mais (nach dem 15. Mai) wächst dem Unkraut zügig davon. Bei früh gesätem Mais kommt es dagegen infolge tiefer Temperaturen unter 10 °C oft zu einem Wachstumsstillstand. Die den kühleren Temperaturen angepassten Unkräuter können während dieser Zeit weiterwachsen und den Mais konkurrenzieren. Mais reagiert im 2 – 8-Blatt Stadium am empfindlichsten auf Unkrautkonkurrenz. Während dieser Zeitperiode sollte der Bestand weitgehend unkrautfrei sein.

Der unkrautempfindliche Mais ist im Gegensatz zum Getreide eine traditionelle Hackfrucht mit 75 cm Reihenabstand. Bei dieser Kultur steht das Hacken im Vordergrund und der Striegel wird nur ergänzend, vor dem Auflaufen (blind striegeln) oder wenn der Mais gut verwurzelt ist (10 bis 15 cm Höhe)  eingesetzt. 

Striegeln

Mais kann, wenn er genug tief gesät wird (zirka 5 cm), blind gestriegelt werden. Die Keimschläuche sollten dabei nicht länger als 3 cm sein und sich mindestens 2 cm unter der Oberfläche befinden. Ein Blindstriegeln ist nicht möglich, wenn nach der Saat ein Regen für Feuchtigkeit bis zum Erscheinen des Mais sorgt.

Blindstriegeln ist sehr wirksam gegen ein-jährige Unkräuter. Bis 90 % der Unkrautkeimlinge können verschüttet werden. Der Zinkendruck ist so zu wählen, dass die Keimschläuche nicht verletzt werden. Ein zweiter Striegeldurchgang sollte erst wieder im 3 – 4-Blatt Stadium erfolgen, wenn die Maispflanzen gut verwurzelt sind. Erfahrene Praktiker striegeln dann nur nachmittags, da die kleinen Maispflan-zen zu diesem Zeitpunkt geschmeidiger sind. Dies verringert Verluste durch Bruch oder Ausreissen.

Der Striegel hat den Vorteil, dass er auch in der Reihe sehr nahe an den Maispflanzen wirkt. Eine ähnliche Wirkung wie der Striegel hat die Rollhacke, die auch reihenunabhängig über die kleinen Maispflanzen gezogen wird und mit ihren löffelförmigen Spitzen den verkrusteten Boden aufreisst und das Unkraut auswirft. Kleine Pflanzen werden entwurzelt und vertrocknen anschliessend an der Oberfläche.

Hacken

Der erste Hackdurchgang erfolgt bei einer Pflanzenhöhe von 5 – 15 cm mit Hohlschutz-scheiben oder mit der Sternhacke. In schweren Böden eignen sich Hacken mit Gänsefussscha-ren, welche die Unkräuter abschneiden. In mittleren bis leichten Böden ohne grössere Steine haben sich Sternhacken gut bewährt.

Mit dem Sternhackgerät wird im ersten Durchgang von der Reihe weggehackt. Im zweiten Durchgang (bei einer Pflanzenhöhe von 20 – 30 cm) kann der Mais angehäufelt werden. Dadurch wird das Unkraut zugedeckt und stirbt so in wenigen Tagen ab. Sind die Unkräuter schon zu gross, ist der Häufeleffekt gering. Das Häufeln benö-tigt weite Reihenabstände von 75 cm.

Die Fingerhacke greift in die Maisreihe ein und die Keimlinge werden verschüttet. Die Einstellung erfordert Sorgfalt, um die Beschädigung der Maispflänzchen zu verhindern. Die Fingerhacke kann mit der Scharhacke kombiniert werden. Sie wird eher bei Reihenabständen von 50 cm eingesetzt. Für Mais ist die Fingerhacke relativ teuer.

Weiterführende Informationen

Hackgeräte (Rubrik Ackerbau)
Merkblatt Biomais (FiBL Shop)

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