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Kleegrasumbruch

Der Umbruch einer Kleegraswiese ohne Pflug ist eine Herausforderung. Ohne herkömmliches Pflügen kann kein «sauberer Tisch» hergerichtet werden. Grasschollen (besonders von Raygräsern (Weidelgras)) und Luzerne können wieder anwachsen. Was der Pflug in einem Durchgang sauber erledigt, kann bei der mulchenden Bodenbearbeitung mehrere Arbeitsschritte über eine längere Zeitspanne erfordern. Zudem hängt der Erfolg stark von der Witterung, der Zusammensetzung der Kleegraswiese, den verwendeten Maschinen und der Erfahrung ab.

Bei flacher Bodenbearbeitung sind in der Regel mehrere Durchgänge und eine längere Trockenperiode nötig, um den Boden für die nächste Kultur vorzubereiten. Niederschlagsreiche Perioden im Frühjahr und im Herbst erschweren einen nicht wendenden Wiesenumbruch enorm.

Drei Optionen für den Wiesenumbruch ohne Pflug

Anstelle des herkömmlichen Pflugs lässt sich eine Wiese mit einem Schälpflug, einem Grubber oder einer Fräse einarbeiten.

Ein pflugloser Wiesenumbruch sollte möglichst in den Sommer gelegt werden, da das unterschnittene Gras bei hohen Temperaturen verdorrt. Dies erfordert aber eventuell eine Anpassung der Fruchtfolge.

Option A: flach wenden

Der einfachste Ersatz für den Pflug ist der Schälpflug. Er unterschneidet die Grasnarbe in einer Tiefe von maximal 10 Zentimeter und wendet sie. Obwohl damit in der Regel kein «sauberer Tisch» erreicht wird, können danach gut Mais, Getreide und Körnerleguminosen angesät werden.

Option B: ganzflächig schälen

Eine andere Möglichkeit ist das ganzflächige Schälen mit einem Flachgrubber. Ähnlich wie bei der Regulierung der Ackerkratzdistel sind auch beim Umbruch der Kleegraswiese 2 bis 3 Durchgänge mit schrittweise grösserer Arbeitstiefe notwendig.

Der Flügelschargrubber und die Scheibenegge erzielen in der Regel keine guten Resultate, da sie die Grasnarbe nicht ganzflächig unterschneiden können.

Option C: stufenweise fräsen

Nach dem gleichen Prinzip wie bei Option B kann die Grasnarbe auch mit zapfwellenangetriebenen Geräten in mindestens zwei Durchgängen stufenweise tiefer geschädigt werden. Dazu eignen sich verschiedene Schälfräsen oder der Geohobel. Auch hier braucht es eventuell mehrere Durchgänge, je nach Dichte und Zusammensetzung des Bestandes.

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