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Direkt- und Streifenfrässaat

Bei der Streifenfrässaat werden schmale Streifen in eine stehende oder abgefrorene Gründüngung gefräst und die Hauptkultur darin abgelegt. Bei Direktsaat wird die Kultur in Saatschlitze direkt in die Stoppeln der Vorkultur gesät oder in eine abfrierende oder überwinternde Begrünung ohne jede Bodenbearbeitung.

Streifenbearbeitung

Vorteile
  • Schafft in den Streifen günstige Bedingungen für die Keimung der Kultur
  • Gute Erosionskontrolle durch die Bodenbedeckung zwischen den Reihen
  • Gute Tragfähigkeit für die Maschinen
Nachteile
  • Ohne Herbizide können die gefrästen Reihen wieder zuwachsen und die Hauptkultur unterdrücken.
  • Die Grünstreifen zwischen den Reihen müssen bearbeitet oder gemulcht werden (z. B. mit speziellen 4-reihigen Mähern). 
Worauf achten?
  • Erfordert für die Saat spezielle Maschinen
    (z. B. Striger 100 von Kuhn mit 4–12 Reihen)
  • Mit richtig eingestellten Andruckrollen einen guten Bodenschluss der Samen sicherstellen.
  • Beikräuter in den bearbeiteten Streifen können nicht durch Hacken reguliert werden.
  • Der Abstand der Streifen muss so gewählt werden, dass auf den unbearbeiteten Streifen gefahren werden kann.
  • Allgemeine Einschätzung: im Biolandbau zu aufwändig und mit einem hohen Anbaurisiko verbunden

Direktsaat

Vorteile
  • Höchster Bodenbedeckungsgrad der Verfahren
  • Geringster Eingriff in den Boden
  • Erhaltung der Bodenstruktur
  • Gute Tragfähigkeit des Bodens
  • Konservierung der Feuchtigkeit im Boden
  • Förderung der Biodiversität im Boden
  • Weniger Krähenfrass (tiefere Saat des Mais, bessere Verwurzelung, geringere Erkennbarkeit)
Nachteile
  • Verzögerte Erwärmung des Bodens und dadurch geringe Stickstoffmineralisierung im Frühjahr und verzögertes Auflaufen der Kultur
  • Vermehrung der Ackerschnecken unter der Mulchschicht möglich
  • Wiederanwachsen oder Weiterwachsen der Gründüngung möglich
  • Keine mechanische Beikrautregulierung möglich
Worauf achten?
  • Zwischenfrucht mit guter Beikrautunterdrückung wählen (z. B. Futtererbsen).
  • Die Zwischenfrucht muss ohne Herbizide endgültig zum Absterben gebracht werden (Quetschen während der Blüte).
  • Allgemeine Einschätzung: ohne Einsatz von Herbiziden und Schneckenkörnern allgemein hohes Anbaurisiko (Minderertrag gegenüber dem Mulchverfahren)

Weiterführende Informationen

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