Biofuttergetreide
Inlandangebot Biofuttergetreide
Das erfreuliche Ackerbaujahr 2025 zeigte sich auch beim Bio-Futtergetreide in hohen Erträgen. Dazu kamen deutliche Flächenzunahmen bei Körnermais und Futtersoja. Insgesamt ergab dies eine Menge von 41'782 t Futtergetreide und Körnerleguminosen.
Die Rekordernte beim Körnermais lag mit 21'400 t rund 10 % über dem Bedarf der Mischfutterhersteller. Bei den Futtergetreiden waren lediglich die Hafermengen rückläufig, mit einer Ernte von 783 t (-6 %). Alle anderen Kulturen verzeichneten gute Erträge und lieferten höhere Mengen als im Jahr 2024:
- Triticale: 2'241 t (+98 %)
- Futterweizen: 4'914 t (+58 %)
- Körnermais: 21'400 t (+45 %)
- Gerste: 4'496 t (+54 %)
- Futterroggen: 60 t (+16 %)
Auch für Körnerleguminosen waren die Bedingungen in diesem Jahr günstig. So konnten 1'506 t Ackerbohnen (+46 %), 538 t Eiweisserbsen (+80 %), 182 t Lupinen (+53 %) und 2'302 t Futtersoja (+20 %) geerntet werden. Bei der Futtersoja haben auch deklassierte Speisesojamengen zu dieser Zunahme beigetragen.
Bei den Mischsaaten konnten nach zwei Jahren mit tiefen Eiweisserbsenerträgen wieder gute Mengen erzielt werden. Mit 1'057 t ist die Mischung Eiweisserbsen mit Gerste die am häufigsten angebaute Mischkultur im Biolandbau, gefolgt von der Mischung Ackerbohnen mit Hafer. An Auswuchsgetreide fielen 2110 t an.
Der kalkulatorische Inlandanteil an Futtergetreide für Nichtwiederkäuer lag 2025 bei 92 %. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die hohen Körnermaismengen zurückzuführen. Der Bedarf an Körnermais wurde um rund 10 % überschritten, und die gesamte Erntemenge konnte nicht verarbeitet werden. Deshalb wurde entschieden, den Überschuss zu überlagern und aus den Berechnungen herauszunehmen. Dadurch sinkt der Inlandanteil und wird für 2025 auf 86 % festgelegt.
Der Inlandanteil für Wiederkäuer beträgt 100%.
Förderung der einheimischen Körnerleguminosenproduktion
Die auslaufende Ausnahmeregelung zum erlaubten Anteil an ausländischen Eiweisskomponenten im Mischfutter für Wiederkäuer (10 % bis 31.12.2026, 5 % bis 31.12.2028) erhöht den Bedarf an Schweizer Körnerleguminosen. Diese Kulturen werden weiterhin über Förderbeiträge unterstützt.
Für Ackerbohnen, Eiweisserbsen und Lupinen bleiben die Beiträge auf dem bisherigen Niveau und betragen CHF 3.–/dt für Eiweisserbsen und Ackerbohnen sowie CHF 15.–/dt für Lupinen.
Um den Rückgang des Sojapreises auszugleichen, der zur Entlastung der Milchviehhalter vorgenommen wurde, werden die Förderbeiträge für Futtersoja auf CHF 27.–/dt erhöht (2025: CHF 18.–/dt).
Abzug auf Futtergetreide und Körnerleguminosen zur Förderung der Körnerleguminosen Produktion
Auf sämtlichem inländischem Futtergetreide und Körnerleguminosen wird vom Richtpreis ein Abzug als Beitrag zur Förderung der einheimischen Körnerleguminosenproduktion vorgenommen. Der Förderbeitrag wird von den Sammelstellen über die Branchenbeiträge eingezogen bzw. direkt vom Richtpreis in Abzug gebracht. Er beträgt für Körnermais CHF 3.00/dt (2025: CHF 1.50/dt) und für das übrige Futtergetreide CHF 1.50/dt.
Eine Importabschöpfung auf Futtergetreide wird auch im Getreidejahr 26/27 nicht erhoben.
Rückbehalt Körnermais
Aufgrund der hohen Erntemenge 2025 und der dadurch notwendigen Überlagerung wird für 2026 ein Rückbehalt von CHF 10.–/dt auf Körnermais eingeführt.
Den Produzent wird folglich von den Sammelstellen der Richtpreis abzüglich dieses Rückbehalts ausbezahlt. Sollte es zu einer Überproduktion kommen, wird der einbehaltene Betrag zur Finanzierung einer möglichen Deklassierung verwendet. Falls keine Deklassierung notwendig wird, erfolgt die Auszahlung des Rückbehalts zu einem späteren Zeitpunkt durch die Sammelstellen an den Produzenten.
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Steigende Biomischfuttermengen
Mit der Einführung der Weiderkäuerstrategie per 1.1.2022 hat eine Anpassung der Mischfutterproduktion bei den Mischfutterherstellern stattgefunden. Im Jahr 2024 wurden 88'686 Tonnen Knospe-Mischfutter hergestellt. Dies sind rund 3% mehr als im Vorjahr.
Mengenmässig wird der grösste Anteil des Mischfutters für die Eierproduktion verwendet, gefolgt von der Milch- und Fleischproduktion.
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Rückgang der Bio-Futtergetreideimporte
Im zweiten Halbjahr 2025 wurden 2'000 t weniger Futtergetreide importiert. Dies ist hauptsächlich auf die hohen Inlandmengen zurückzuführen.
Die am meisten importierte Kultur ist nach wie vor Futterweizen, gefolgt von Körnermais, Gerste und Eiweisserbsen. Futterhafer wurde nicht importiert.
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Den grössten Anteil machte Futterweizen aus, gefolgt von Gerste, Körnermais und Eiweisserbsen. Hafer wurde – wie bereits im Vorjahr – nicht importiert.
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Der Biofuttergetreidemarkt auf einen Blick
Marktspiegel
Weiterführende Informationen
Marktbeobachtung Bio des BLW
Übernahmebedingungen 2025 Futtergetreide (467.9 KB)
Reglement Futtergetreide (368.3 KB)
Reglement Körnerleguminosen (396.2 KB)
Beiträge Produzenten und Verarbeiter Ernte 2025 (67.6 KB)
Erklärung Beiträge Ackerkulturen (496.0 KB)
Empfohlene Sortenliste Ernte 2026
Sammelstellenliste (175.0 KB)
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 07.04.2025
