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Humusaufbau

In einer umfassenden Literaturstudie konnte gezeigt werden, dass biologisch bewirtschaftete Böden 170 kg bis 450 kg mehr Kohlenstoff pro Hektar und Jahr im Humus speichern als konventionell bewirtschaftete Böden. Der Unterschied resultiert vor allem aus dem mehrjährigen Anbau von Kleegras und der organischen Düngung.

Ein höherer Humusgehalt im Boden erhöht die Wasserinfiltration und -speicherfähigkeit des Bodens, sowie die Stabilität der Bodenaggregate, was auch der Erosion von Böden vorbeugt. Ausserdem verbessert der dynamische Teil des Humus über biologische Mechanismen die Pflanzengesundheit.

Reduzierte Bodenbearbeitung und Humus

Langzeitversuche haben gezeigt, dass ein weitgehender Ersatz des tiefen Pflügens durch flachere und meist nichtwendende Bodenbearbeitung im biologischen Landbau den Humusgehalt im Oberboden deutlich über das Niveau mit dem Pflug heben kann. Neuere Messungen, die das gesamte Bodenprofil betrachten, zeigen, dass die Humusdynamik bei reduzierter Bodenbearbeitung von Bodentyp und Klima abhängig ist. Ausserdem muss für eine richtige Einordnung die Lagerungsdichte mitberücksichtigt werden.

Die Kohlenstoffspeicherung im gesamten Bodenprofil kann je nach Standort bei reduzierter Bodenbearbeitung höher oder auch geringer ausfallen als bei herkömmlichem Pflügen. Gemäss einer Studie, in der Langzeitversuche auf verschiedenen Standorten verglichen und bis in 1 Meter Tiefe beprobt wurden, kann durch reduzierte Bodenbearbeitung im Vergleich zum Pflügen im Mittel ein jährlicher Zugewinn an organischem Kohlenstoff von 90 bis 270 Kilogramm pro Hektar erreicht werden.

Langzeitversuche in Frick und Aesch

In zwei Dauerfeldversuchen in der Schweiz untersucht das FiBL die Vor- und Nachteile eines Pflugverzichts für die Bodenqualität in biologischen Landbausystemen auf Böden mit unterschiedlicher Textur. In den Versuchen werden praxisübliche Pflugsysteme und reduzierte Bodenbearbeitung seit 2002 in Frick und seit 2010 in Aesch verglichen.

Die Versuche zeigen: Böden unter reduzierter Bodenbearbeitung reichern organische Substanz in den obersten Schichten an. Auch die mikrobiellen Umsetzungsprozesse finden vermehrt in der obersten bearbeiteten Schicht statt.

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