Verlotscher Beifuss (Artemisia verlotiorum)
Der Verlotsche Beifuss wächst bevorzugt an Wegrändern, in mehrjährigen Kulturen, Weinbergen und auf Biodiversitätsförderflächen (BFF). Er breitet sich über Wurzelausläufer und Samen aus und ist schwierig dauerhaft zu beseitigen.
Idealerweise sollte die Bekämpfung bereits mit dem Auftreten der ersten Pflanzen beginnen. Das Zerkleinern der Wurzeln durch landwirtschaftliche Geräte fördert ihre Ausbreitung. Es ist unerlässlich, die Maschinen zwischen zwei Parzellen zu reinigen.
Zur Unterscheidung von anderen Beifussarten dienen die zahlreichen langen Ausläufer, die zweifarbigen Blätter (oben grün, unten grau), eine winterpersistente Rosette und der stark kampferartige Geruch
Bekämpfung
Wichtig ist, vor der Blüte einzugreifen, um die Ausbreitung von Samen zu verhindern.
- Mindestens einmal jährlich (Juli bis August) die Pflanzen ausreissen und dabei die Ausläufer vollständig entfernen. Im Herbst desselben Jahres eine Kontrolle durchführen. Im Folgejahr erneut kontrollieren und neu gewachsene Pflanzen entfernen.
- Zwei- oder mehrmals jährlich mähen. Die Ausläufer sind dünn und verfügen über nur wenige Reserven, wodurch sie geschwächt werden. Eine Kontrolle erfolgt im Oktober desselben Jahres sowie im Folgejahr.
- Eine Folge der Bekämpfungsmassnahmen ist die Offenlegung von Flächen, die schnell von invasiven Arten besiedelt werden können. Daher ist es wichtig, nach dem Ausreissen eine Begrünung vorzunehmen, die Flächen zu überwachen und bei Bedarf die Massnahmen zu wiederholen
Fundorte melden
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ist es wichtig, Fundorte zu melden.
Meldungen können über die App oder das Online-Feldbuch oder von Info Flora erfasst werden:
FlorApp oder InvasivApp (info flora)
Online-Feldbuch (info flora)
Weiterführende Informationen
Verlotscher Beifuss (Info Flora)
Merkblatt Verlotscher Beifuss (Info Flora)
Früh erkennen, gezielt handeln: Invasive Neophyten unter Kontrolle (Rubrik invasive Pflanzen)
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.02.2026
