Futterknappheit: Was tun?

(01.06.2011) 

Wegen anhaltender Trockenheit wird in einigen Gegenden dieses Jahr die Futterernte knapp ausfallen. Die Biolandwirte sind deshalb aufgefordert, sich frühzeitig mit dem Zukauf von Raufutter zu befassen. Nachfolgend sind verschiedene mögliche Massnahmen aufgeführt.

  • Eine Anzeige auf www.bioboerse.ch aufgeben. Das kostet nichts.
  • Sich über die Richtpreise für Bioraufutter informieren. Die FiBL-Zusammenstellung zu diesem Thema gibt eine gute Übersicht (siehe unten)
  • Über die Biobörse, über Kontakte mit Berufskollegen oder über die regionale Bioorganisation mit einem Bioproduzenten Kontakt aufnehmen, der überschüssiges Raufutter produziert.
  • Preis und Lieferbedingungen abmachen. Dazu hilft der Bio Suisse-Vertragsmuster für den direkten Handel zwischen zwei Bioproduzenten (siehe unten).
  • Bio-Suisse-Produzenten dürfen maximal 10 % Futter aus dem In-oder Ausland zukaufen, das gemäss der Bioverordnung (d.h ohne Knospe-Anerkennung) produziert wurde. Sie dürfen maximal 30 % Umstellungsfutter beziehen. Auf den Belegen (Lieferscheine, Rechnungen) muss der Futterstatus klar deklariert werden( Bio, Knospe, Bio-Umstellung, Knospe-Umstellung).
  • Falls Biofutter bei einem Händler bezogen wird, muss dieser zwingend biozertifiziert sein (siehe Liste unten).
  • Ausnahmebewilligungen für den Zukauf von konventionellem Futter können bei extremer Futterknappheit beantragt werden. Die Ausnahmesituation muss vorgängig durch den Ackerbaustellenleiter oder den regionalen Bioberater bestätigt werden. Sind ganze Gebiete von Futtermittelertragsverlusten betroffen, kann das Bundesamt für Landwirtschaft die Zustimmung auch gebietsweise erteilen.

Links
Richtpreise Bioraufutter (Rubrik Markt)
Liste der lizenzierten Futtermittelhändler (Rubrik Adressen)
Kriterienkatalog für Ausnahmebewilligungen, Seite 18 (Rubrik Bioregelwerk)
Vertrag für den direkten Handel von Raufutter unter Produzenten (Bio Suisse-Webseite)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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