Positionspapier Stickstoff der Agrarallianz zeigt Lösungen

Absenkpfade machen innovative und unternehmerische Lösungen möglich, mit denen die Umweltwirkung der Produktion von Lebensmitteln reduziert werden kann. Wie das neue Positionspapier der Agrarallianz zu den Stickstoff-Überschüssen zeigt, sind solche Lösungen dringend nötig.

(07.10.2020) 

Die Stickstoff-Emissionen verursachen in der Schweiz weitreichende Schäden: Alle Hochmoore, 84 Prozent der Flachmoore und 42 Prozent der Trockenwiesen und -weiden werden durch Stickstoffeinträge aus der Luft mitgedüngt. 95 Prozent der Schweizer Wälder sind überdüngt. Daran hat sich in den letzten zwanzig Jahren kaum etwas verändert, die Überschüsse verharren beim Stickstoff bei rund 100 000 Tonnen jährlich.

Siebzig Prozent dieser Emissionen werden von der Landwirtschaft verursacht, achtzehn Prozent über den Verkehr, neun Prozent durch die Industrie und drei Prozent durch die Haushalte. Dabei liegen die Überschüsse weit über den natürlichen Belastungsgrenzen der Ökosysteme und müssen dringend gesenkt werden.

Die Agrarallianz fordert in ihrem Positionspapier unter anderem folgende Massnahmen:

  • eine Lenkungsabgabe auf Stickstoff-Dünger,
  • die Förderung der Weidehaltung,
  • eine Beschränkung der Düngerausbringung,
  • Reduktionsziele (Absenkpfad Nährstoffe), die möglich machen, dass die Landwirtschaft bis 2035 die Umweltziele Landwirtschaft erreichen kann sowie
  • die Förderung nachhaltiger Konsumweisen.

Die Agrarallianz vereinigt neunzehn Organisationen aus den Bereichen Konsum, Umwelt und Tierwohl sowie Landwirtschaft, darunter Bio Suisse und das FiBL. Sie dient dem Dialog zwischen Heu- und Essgabel. Die Agrarallianz begleitet die Schweizer Agrarpolitik seit Beginn der 1990er Jahre und ist parteipolitisch unabhängig.


Weiterführende Informationen
Zum Positionspapier Stickstoff (Webseite Agrarallianz)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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