Regenwürmer reduzieren CO2

(07.01.2008) 

Der Biobauer Sepp Braun aus Bayern ist überzeugt, dass die Regenwürmer indirekt die Retter unseres Klimas sind. Denn lebendige humushaltige Böden haben die Fähigkeit, CO2 rückzuspeichern. Braun setzt auf

  • Mischkulturen
  • minimale Bodenbearbeitung
  • Bodenbearbeitung nur unter idealen Bedingungen
  • ständige Anpassung des Reifendrucks

Braun schützt und fördert die Regenwürmer wo immer es geht. Sein Rezept scheint auf den ersten Blick ganz einfach, aber es braucht viel Erfahrung, Geduld und Experimentierfreudigkeit. An der Bioackerbautagung vom 22. Janaur 2008 stellt Sepp Braun sein Konzept vor. (Link ganz unten)

Die Diskussion um Energie, Klima und CO2 betrifft alle und die Biobetriebe im Besonderen. Konsumentin und Grossverteiler erwarten von ihnen eine vorbildliche und nachhaltige Produktion. Doch einfach ist es nicht zu beweisen, dass der Biolandbau besonders klimafreundlich ist.

Heikel ist ein Vergleich mit der pfluglosen Direktsaat auf konventionellen Betrieben. Diese haben, was die Verhinderung von Erosion und die Rückbindung von Kohlenstoff in die Böden anbelangt, tatsächlich einen Vorteil. Ein Langzeitexperiment in den USA zeigt, dass eine ökologische Fruchtfolge die Treibhausgasemissionen gegenüber einer konventionellen Fruchtfolge pro Quadratmeter und Jahr um rund 64 Prozent reduzieren kann - ein pflugloser Anbau hingegen um 88 Prozent.

Die ideale Lösung wäre demnach ein Biolandbau mit Direktsaat. Das ist jedoch nicht möglich, da die Direktsaat immer auch mit einem Totalherbizid-Einsatz verbunden ist. Es gibt einige Bioackerbauern, die seit Jahren versuchen, ihren Betrieb bezüglich Bodenfruchtbarkeit und damit letztendlich auch bezüglich CO2 -Bindung zu optimieren. Sepp Braun ist einer davon.

Ansprechpartner

Hansueli Dierauer
FiBL Beratung
5070 Frick
Tel. 062 865 72 65
hansueli.dierauer(at)fibl.org

Bioackerbautagung 22. Januar 2008

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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