Unkrautregulierung beginnt vor der Saat

(12.04.2011) 

Die Böden haben sich bereits stark erwärmt. Trockene Perioden im Frühjahr können sehr gut für Unkrautkuren genutzt werden.

Mehrjährige Unkräuter

Mais und Soja reagieren empfindlich auf Unkraut. Das Saatbett kann jetzt grob vorbereitet werden. Dort wo es Blacken, Disteln, Winden und Quecken hat, ist eine wiederholte, Bearbeitung in 10 bis 12 cm Tiefe mit einem Flachgrubber zu empfehlen. Wichtig ist, dass sich die Scharen überlagern, d.h. eine ganzflächige Unterschneidung des Bodens. Die Abstände zwischen den Bearbeitungsdurchgängen sollten mindestens eine Woche betragen. Die mehrjährigen, ausdauernden Unkräuter werden so geschwächt und an die Oberfläche befördert, wo sie im Idealfall vertrocknen oder eingesammelt werden können. Auf solchen Feldern lohnt es sich, mit der Aussaat von Mais noch zuzuwarten. Rotierende Bodenbearbeitungsgeräte wie Kreiselegge und Rototiller können im letzten Durchgang helfen, die Blacken an die Oberfläche zu befördern. Bei Disteln und Winden ist aber Vorsicht geboten. Zerstückelte Wurzeln treiben mehrfach aus.

Einjährige Unkräuter

Falls ein grosser Druck an einjährigen Unkräutern wie Hirsen, Gänsefuss und Amaranth zu befürchten ist, dann kann das Saat Bett jetzt mit der Scheibenegge oder auf schwereren Böden mit der Kreiselegge oder dem Rototiller grob vorbereitet werden. Nach der ersten Keimwelle der Unkräuter wird der Arbeitsvorgang wiederholt.

Vor dem Auflaufen des Mais ist bei trockenem Boden nach tiefer tiefer Saat ein Blindstriegeln sehr wirksam. Damit können zirka 80 Prozent der Unkrautkeimlinge verschüttet werden.

Weiterführende Informationen

Ackerbau (Rubrik auf dieser Webseite)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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