Die Ökoqualität steigern: Für die Natur und die Beiträge Vernetzter Lebensraum fördert wilde Tiere 

Kleinraubtiere fressen viele Mäuse

Hermelin, Mauswiesel, Iltis oder Baummarder sind hilfreiche Partner im Kampf gegen Mäuseplagen. Obwohl diese Raubtiere eine relativ hohe Fortpflanzungsrate haben, sind Iltis und Mauswiesel auf der Roten Liste der gefährdeten Arten aufgeführt.

Ein gutes Nahrungsangebot sowie geschützte Aufzuchtsstandorte sind die Bedingungen für die Ansiedlung der Kleinraubtiere. Um sie anzulockern, werden im Schutz einer Hecke oder am Waldrand grosse Stein- und Asthaufen errrichtet. Die Steine und Äste müssen gross sein, damit Hohlräume entstehen, in denen sich die Tiere verstecken können. Wird der untere Bereich mit Laub und Streue garniert, finden die Einwohner genügend Wärme, um ihre Jungen aufzuziehen oder den Winter zu verbringen. Je grösser und zahlreicher die Haufen, desto attraktiver wird der Lebensraum. Um die Wohnqualität zu erhalten, werden die Haufen alle paar Jahre mit neuem Material belegt und die darauf wachsenden Pflanzen ausgerissen. Wegen der überwinternden Tiere dürfen die Haufen auf keinem Fall im Winter entfernt werden.

Damit sich die scheuen Tiere freier bewegen können, dürfen zwischen den Lebensräumen keine Hindernisse wie Strassen durchführen. Im Gegenteil, das Jagdgebiet und der Schlafplatz sollten vernetzt werden, indem dazwischen Kleinstrukturen angelegt werden, zum Beispiel Wurzelstöcke, totes Holz, Gebüsche, Asthaufen oder Säume.

Durch die Reduktion der Mäuseschäden im Acker oder Obstgarten werden die diskreten Einwohner ihre Dankbarkeit zeigen.

Für weiterführende Informationen:

Kleinraubtiere:
www.wieselnetz.ch

Rote Liste der gefährdeten Tierarten:
www.bafu.admin.ch

Faktenblatt Biolandbau und Biodiversität (FiBL Shop)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 23.12.2009

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