Film: Erfolgreiches Melken mit Max Waldburger Umstellung auf ein biokonformes Eutergesundheitskonzept 

Chronisch euterkranke Kühe ausmerzen

Ob ein Krankheitserreger ins Euter gelangt, sich dort einnisten und krankmachend wirken kann, hängt wesentlich von der gesundheitlichen Verfassung der Kuh ab. Die Gesundheit wiederum hängt in einem grossen Masse von den Lebensbedingungen ab, unter denen die Milchkuh produzieren muss. So kann zum Beispiel eine dem Bedarf nicht angepasste Fütterung in der Startphase der Laktation das Tier in eine Abwehrschwäche bringen. Um die Voraussetzungen für eine stabile Eutergesundheit zu gewährleisten, sollten die Einflussfaktoren auf das Tier regelmässig überprüft und die schädigenden Faktoren eliminiert werden. 

Ausmerzen von chronisch kranken Kühen gilt als eine mögliche Methode, um die Eutergesundheitsprobleme zu reduzieren. Kühe mit chronisch hohen Zellzahlen und immer wieder veränderter Milch trotz Behandlung, müssen als behandlungsresistent angesehen werden und aus der Herde entfernt werden. Dies gilt insbesondere für Tiere die einen der sehr ansteckenden Erreger wie Staphylococcus aureus ausscheiden. Diese Tiere bilden eine andauernde Ansteckungsgefahr für die gesunden Tiere (Erreger werden beim Melken übertragen).  

Folgende Kriterien sollten bei der Ausmerzung berücksichtigt werden:

  • Anzahl der Behandlungen (mehr als 2 Mastitisbehandlungen pro Laktation, Zellzahl während der ganzen Laktation über 350000) trotz Behandlung.
  • Misserfolg der antibiotischenTrockenstelltherapie (Zellzahl, Schalmtest).
  • Zahl der betroffenen Viertel (mehr als 2).
  • Art der verantwortlichen Erreger (z.B. Staphylococcus aureus).
  • Andere Gesundheitsprobleme wie Fruchtbarkeitsstörungen, Klauenkrankheiten oder Stoffwechselkrankheiten.

Für weiterführende Informationen siehe:
Merkblatt Eutergesundheit im Milchviehbetrieb (im FiBL-Shop)
Melkanleitung (im FiBL-Shop)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.10.2018

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