Aufbruchstimmung im Biokirschenanbau

(06.06.2008) 

Dank neuer Erkenntnisse im Pflanzenschutz, beim Sortiment und bei der Anbautechnik konnte die Ertragssicherheit und die Rentabilität im Biokirschenanbau entscheidend verbessert werden. Aufgrund dieser Fortschritte haben erste Bioproduzenten Niederstammanlagen mit grossfruchtigen Sorten unter Witterungsschutz gepflanzt. Solche vom Markt zunehmend nachgefragten Sorten wie Merchant, Kordia und Regina zeigten sich dank der Abdeckung auch ohne Einsatz von Fungiziden als sehr robust gegen die Moniliakrankheit. Mit einer zusätzlichen Einnetzung konnte der Kirschenfliegenbefall sogar ganz verhindert werden.

Die biologische Produktion von Kirschen gilt als eine der schwierigsten Herausforderungen im Biolandbau. Vor allem Probleme im Pflanzenschutz schmälerten bisher das Interesse an der Biokirschenproduktion und hielten gar etliche Produzenten vom Umstellen auf Biolandbau ab.

Bei der Industriekirschenproduktion auf Hochstämmen ergeben sich neue Perspektiven dank schüttelbaren Sorten. Nur mit für die mechanische Ernte geeigneten Sorten können die Produktionskosten gedeckt werden. Die Sorten Benjaminler und Dolleseppler sind aufgrund ihrer Robustheit gegen Monilia und Schrotschuss sowie wegen ihrer Fruchtqualität und Ertragsleistung herausragend.

Trotz diesen ersten Anbauerfolgen vermag das Bioangebot sowohl bei den Tafel- wie auch bei den Industriekirschen die Nachfrage bei weitem nicht zu decken. Die Bedingungen für einen Einstieg in den Biosteinobstbau sind also ausgezeichnet.

Die Biosteinobsttagung vom 18. Juni liefert weitere Informationen und Entscheidungshilfen für den Einstieg in den Biosteinobstanbau.

Biosteinobsttagung 18. Juni 2008

Andreas Häseli
FiBL Beratung
Tel. 062 865 72 64
andreas.haeseli(at)fibl.org

Weiterführende Informationen:

Merkblatt Kirschenfliege (im FiBL-Shop)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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