Bio Suisse: Delegierte beschliessen Statutenrevision und verabschieden Budget

(13.11.2014) 

An ihrer Herbst-Versammlung in Olten haben die rund 100 Delegierten von Bio Suisse eine Revision der Verbandsstatuten beschlossen, nach der insbesondere die bisherigen Kommissionen durch flexiblere Arbeitsgruppen ersetzt werden können. Ferner haben die Delegierten das Budget 2015 genehmigt.

Ausgiebig diskutiert haben die Delegierten die Richtlinien zur Sömmerung. Künftig sollen Bioproduzenten in Einzelfällen ihre Sömmerungsbetriebe nicht zwingend biologisch bewirtschaften müssen. Dieser Vorschlag war von der Erfahrung geleitet, dass viele Burgergemeinden ihre Alpbetriebe nicht an Biolandwirte verpachten. Mit der von den Delegierten nur unter Einschränkungen verabschiedeten Lockerung der Richtlinien sollen Biolandwirte vermehrt die Möglichkeit erhalten, ihr Vieh auf selbst betreuten Alpen zu sömmern.

Ferner haben sich die Delegierten von Bio Suisse über die Eidg. Volksinitiative für Ernährungssouveränität der Bauernorginsation Uniterre informieren lassen. Bio Suisse hat viel Sympathie für das Volksbegehren und kann sich mit den darin enthaltenen Zielen identifizieren. Verschiedene Themen der Initiative unter dem Titel Ernährungssouveränität sind für Bio Suisse wichtig, wie etwa das Verbot der Gentechnologie, der Erhalt der Fruchtfolgeflächen oder die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft. Ernährungssouveränität wird von den Initianten allerdings eng ausgelegt. Die Abhängigkeit von nichterneuerbarer Energie, von Kunstdünger und Pestiziden wird ausgeblendet. Bio Suisse nimmt in der Sammelphase eine neutrale Haltung zur Initiative ein. Die Vorstandsmitglieder nehmen in keinem Komitee Einsitz.

Wie jedes Jahr wurde im Rahmen der Herbst-DV der Grand Prix Bio Suisse vergeben:

Grand Prix Bio Suisse geht an die SwissBioColostrum AG (separate Meldung)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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