Blaue Lupinen gediehen 2016 trotz schwieriger Witterung passabel

Süsslupinen enthalten hochwertiges Protein, sind kühletolerant, relativ standfest und verfügen über ein umfangreiches Wurzelwerk. Die blütenreiche Kultur bereichert die Fruchtfolge und Landschaft, bevorzugt aber Böden mit pH-Wert unter 7.

(23.12.2016) 

2016 hat das FiBL Blaue Süsslupinen und Mischungspartner erneut getestet im Kleinparzellenversuch Rümikon. Zusätzlich konnten drei Praxis-Streifenversuche ausgewertet werden (Strickhof, Givisiez, Grangeneuve). In Rümikon wurde die Sorte «Boruta» mit den Hafersorten «Buggy» (kurz), «SH 395-12» (lang), Triticale und Gerste geprüft, andernorts die Lupinen «Boruta» und «Boregine» mit Hafer Zorro (lang) und Triticale.

30 Prozent Lupinen in der Mischkultur erreichen

Die Reinkultur ergab in Rümikon einen Ertrag von zirka 20 dt/ha Lupinen - finanziell mit 30dt/ha  Futterweizen vergleichbar. Die Mischung mit Hafer brachte 28 bis 46 dt/ha (30 bis 60 Prozent Lupinen) und war am standfestesten und saubersten. Für den Einzelkulturbeitrag braucht es 30 Prozent Lupinen im Erntegut. Dies wurde mit den anderen Getreidemischungen sicherer erreicht, allerdings bei nur 17 bis 25 dt/ha Gesamtertrag. Mit über 30 Prozent Lupinen im Erntegut brachten die Mischungen mehr Erlös als die Reinkulturen von Lupine, Hafer oder Triticale. Am Strickhof litten die Lupinen unter Bodenverdichtungen.

Das Projetk wird unterstützt durch: EU-Projekt Diversifood, BLW (NAP-PGREL), Kanton Fribourg, Stiftung Corymbo, Stiftung Sur-la-Croix, Bio Partner.

Christine Arncken und Maurice Clerc, FiBL

Weiterführende Informationen

Anbau von Biolupinen (Rubrik Ackerbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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