Das gilt es beim Einsatz von Düngern und Bodenverbessern im Biogemüsebau zu beachten

(10.11.2014) 

Der Boden ist das zentrale Gut im Biopflanzenbau. Es ist deshalb entscheidend, die richtigen Dünger und Bodenverbesserer auszuwählen und so den Nährstoffbedarf der Kulturen sicherzustellen und den Boden mit organischer Substanz zu versorgen. Dabei müssen zudem die Anforderungen von Suisse Bilanz und anderen Richtlinien einzuhalten. Das regelmässige Ausbringen organischer Substanz ist neben der Ansaat von Gründüngungen und Kleegras ein Schlüsselfaktor zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.

Ein bewährter Ansatz diese Ansprüche zu erfüllen, ist der Einsatz von Grüngutkompost, ergänzt mit stickstoffbetonten organischen Handelsdüngen. Dort wo vorhanden kann auch Mist, oder besser Mistkompost, interessant sein. Hof- und Recyclingdünger können aber hygienisch bedenklich sein. Mit einer guten Kompostierung oder Vergärung während einiger Tage bis drei Wochen (je nach Anlagetyp) und Temperaturen von mehr als 55 °C werden jedoch problematische Keime abgetötet. Hof- und Recyclingdünger, welche nicht durch Kompostierung hygienisiert worden sind, sollten nicht direkt vor Kulturen wie Salat oder Frischmarktspinat eingesetzt werden.

Ein ganz anderer Ansatz ist die Düngung mit Gras bzw. Grassilage. In Deutschland gibt es hierzu auf Biogemüsebetrieben bereits etliche Erfahrungen; in der Schweiz sind erste Versuche in der Romandie gemacht worden.

An der Biogemüsebautagung vom 26. November in Frick werden diese Themen ausführlich besprochen. Näheres unter

Biogemüsebautagung 26.11.2014 in Frick (Agenda)


Weiterführende Informationen

Gemüse mit Silage füttern – ein Denkanstoss (Rubrik Gemüsebau)

Hofdünger im Gemüsebau mit Vorsicht einsetzen (Rubrik Gemüsebau)

MK

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Werbung