Düngung der Biorapsfelder im Frühjahr

(23.02.2016) 

Der Anbau von Bioraps hat sich in den letzten Jahren auf Betriebe mit guter Nährstoffversorgung und in Gegenden mit geringerem Schädlingsdruck verlagert. Das sind vor allem offene, leicht erhöhte, windige Lagen ohne unmittelbaren Wald-oder Heckenanstoss. Eine sture Regel kann aber nicht aufgestellt werden. Es gibt Jahre mit tiefem Rapsglanzkäferdruck, wo praktisch überall gute Erträge möglich sind. Eine Voraussetzung für hohe Erträge sind kräftige Pflanzen mit einem starken Haupttrieb und vielen Nebentrieben. Im Frühling werden regelmässige Bestände mit zirka fünfzig Pflanzen pro Quadratmeter angestrebt, Pflanzen mit gut ausgebildeten Rosetten mit acht bis zehn Blättern und einem Wurzelhalsdurchmesser von mindestens acht Millimetern.

Im Frühjahr startet der Raps von allen Ackerkulturen am schnellsten und hat somit auch am frühsten den höchsten Stickstoffbedarf. Sobald Ende Februar / Anfang März die Bodenbedingungen für eine Düngung gut sind, sollte eine erste Stickstoffdüngung erfolgen. Im Bioanbau sollten zwei Drittel der Stickstoffmengen zu Vegetationsbeginn verabreicht werden. Je nach Pflanzenbestand und Nährstoffgehalt der Gülle sind pro Hektare dreissig bis fünfzig Kubikmeter Gülle notwendig. In Rapskulturen kann auch gut Biogasgülle eingesetzt werden. Die höheren Stickstoffwerte und die schnelle Verfügbarkeit beschleunigen das Wachstum. Werden organische Handelsdüngern wie Bioorga Quick ausgebracht, ist darauf zu achten, dass sie langsamer als Gülle wirken und deshalb sehr früh ausgestreut werden müssen. Die zweite Güllegabe erfolgt unmittelbar vor Beginn der Streckungsphase und fördert insbesondere die Bildung von Seitentrieben. HD

Weiterführende Informationen

Raps (Rubrik Ackerbau)

Raps (Rubrik Markt)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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