Erfolgreiche Ansaat von extensiven Wiesen

(17.03.2008) 

Wenn der Blütenbestand einer extensiven Wiese über Jahren artenarm bleibt, zum Beispiel weil der Boden zu nährstoffreich ist, lohnt es sich die Wiese umzubrechen und eine Neuansaat zu machen. Dies nach Absprache mit der kantonalen Fachstelle.

Artenreiche Blumenwiesen sind wertvolle Lebensräume, die Insekten, kleinen Tieren und Vögeln ein üppiges Nahrungsangebot bieten. Die Qualität der Wiese, d.h. ihre artenreiche Zusammensetzung, beeinflusst stark die beherbergte Tiervielfalt. Sie kann nicht immer durch angepasste Bewirtschaftung erreicht werden.

Die folgende Tipps für die erfolgreiche Anlage von extensiven Wiesen gelten auch für die Anlage von Buntbrachen:

Standortwahl
Standorte mit hohem Unkrautdruck (z.B. Vorkommen von Ackerkratzdisteln oder Blacken) werden ausgeschlossen. Den Standort so auswählen, dass er in Verbindung mit anderen Ökoflächen steht (Vernetzung von Lebensräumen).

Saatbettvorbereitung
Spätestens einen Monat vor der Saat den Boden möglichst tief (20-25 cm) pflügen und danach sofort eggen. Vor der Saat 1-2-mal in 2-wöchigen Abständen oberflächig eggen.

Ansaat
Nach der letzten Bodenbearbeitung sofort säen. Oberflächige Breitsaat mit einer Sämaschine oder Handsaat (auf kleineren Flächen) machen. Direkt nach der Saat mit einer Rauwalze walzen.

Säuberungsschnitte
Das erste Jahr ist eine starke Verunkrautung normal. Sobald der Krautbestand sich stellenweise zu schliessen beginnt, sollen Säuberungsschnitte erfolgen. Im Ansaatjahr können bis zu 3 Säuberungsschnitte nötig sein. Aber man sollte nicht zu tief schneiden (Schnitthöhe 7-9 cm) und das Schnittgut unbedingt entfernen.

Im Folgejahr wird Ihre Geduld mit einer Blütenpracht belohnt.

Véronique Chevillat
FiBL Beratung
Tel. 062 865 04 12
veronique.chevillat(at)fibl.org

Weiterführende Informationen:

Wildtierfreundlicher Biolandbau (auf www.fibl.org)

AGFF-Merkblatt Nr. 13 (auf www.agff.ch/Publikationen)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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