Klimaverträglich produzieren

(10.01.2010) 

Das Klima auf der Erde verändert sich rasch. Es ist fraglich, ob die Enkel unserer Kinder den Aletschgletscher noch sehen werden. Plötzlich gibt es Szenarien für eine Schweiz mit massiven Wasserproblemen. Zur Verlangsamung dieser Prozesse gibt es Lösungsansätze. Neben der Forderung nach geringerem Verbrauch fossiler Energie und der konsequenten Nutzung Klima neutraler Energiequellen sind auch technische Lösungen wie die Verklappung von Kohlendioxid in Gesteinsschichten kurz vor der praktischen Umsetzung.

Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die Landwirtschaft solche Aufgabe übernehmen kann:

  • Verschiedene Studien zeigen, dass Landbausysteme, die den Humusaufbau konsequent fördern, einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Klimagas Ausstosses leisten können.
  • Massive Reduktion von industriell hergestelltem Stickstoff trägt zur besseren Klimatauglichkeit der Landwirtschaft bei.

Solche Lösungsansätze für eine Klima verträgliche Landwirtschaft bietet der Biolandbau, wo Humusaufbau ein wichtiges Thema ist und auf chemisch-synthetische Stickstoff-Dünger verzichtet wird.

Der CO2-Austoss bei der Nahrungsmittelproduktion, vom Feld bis auf den Teller, wird schon bald zum Topthema. Gehören diese Klimaleistungen schon bald zu den Kernaufgaben der Landwirtschaft? Wie stehen die Konsumentinnen dazu? Werden diese zusätzlichen Anstrengungen am Markt abgegolten? Wie können Klima verträglichere Anbausysteme, wie der Biolandbau weiter verbessert werden?

Solche Fragen stehen an der Jahrestagung der Biogemüseproduzentinnen vom Mittwoch, 20. Januar 2010 am FiBL in Frick zur Diskussion.

Anmeldung und weitere Informationen

Jahrestagung Biogemüse 2010 (Rubrik Agenda auf dieser Webseite)

Autor: Martin Lichtenhahn

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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