Kühe ausmästen lohnt sich

(21.10.2014) 

Die Milchviehbestände sind in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Entsprechend kommen weniger Kühe zur Schlachtung. Der Preis stieg für Verarbeitungskühe VK (T3) von Fr. 6.00 im Januar 2013 auf Fr. 7.20 im August 2013. Gemäss der Schlachtviehstatistik des Bundesamtes für Veterinärwesen sei jedoch der Umstand, dass der Rindfleischkonsum pro Kopf in den letzten Jahren zwar stabil blieb, jedoch die Bevölkerung deutlich zunahm, für die Knappheit verantwortlich. Damit würde es immer schwieriger, die Nachfrage nach inländischem Rindfleisch zu decken. So oder so, das Thema hat nichts an Aktualität eingebüsst, heute ist der Preis für Verarbeitungskühe noch immer bei Fr. 7.40. Der Preis für Biokühe liegt gar bei über Fr. 8.00.

Kuhausmast ist ein vergessenes Potenzial. Im Jahr 2013 wurde rund 13‘000 Tonnen Kuhfleisch von total 52‘000 Kühen importiert. Bei Tageszunahmen von über einem Kilo pro Kuh sind in 100 Tagen um mindestens hundert Kilogramm schwerere Kühe zu verkaufen. Bei den im Jahr 2013 geschlachteten 175‘000 Schweizer Kühen (Zahl Proviande) wären dies theoretisch 17‘500 Tonnen Fleisch. Zudem können sich bei richtiger Fütterung auch noch die Taxierung respektive die Fleischqualität verbessern, was sich positiv auf den Preis auswirkt.

Im Zeitalter der Arbeitsteilung bietet die Kuhausmast beste Möglichkeiten für Bauern, die aus der Milchproduktion aussteigen. Sie besitzen die passenden Ställe und können abgehende Kühe von Milchbetrieben ausmästen – dies ohne Sorgen bezüglich Fruchtbarkeit, Milchleistung und Abkalben. SS

Weiterführende Informationen

Ausmast von Milchkühen – vergessenes Potential (Rubrik Rindvieh)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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