Resistente Rebsorten im Aufwind

(03.03.2008) 

Längst zieren so klangvolle Namen wie Seyval blanc, Solaris oder Cabernet Jura die Angebotsliste der Biowinzer. Mit solchen pilzwiderstandsfähigen Sorten (Piwi) können nicht nur der Pflanzenschutzaufwand stark reduziert und die Ertragssicherheit gesteigert, sondern auch sensorisch hervorragende Weine produziert werden.

Ob sortenrein ausgebaut oder zu harmonischen Cuvées gemischt, bereichern Weine von Piwi-Sorten das Angebot und überzeugen die Fachleute und KonsumentInnen bei den Degustationen. Piwi-Sorten haben auf Biobetrieben in der Deutschschweiz in kurzer Zeit bereits einen Anteil von ca. 20 % erobert.

Auf der übrigen Fläche werden noch die klassischen, aber wegen der Krankheitsanfälligkeit schwierig zu produzierenden Europäersorten wie Blauburgunder und Chasselas angebaut.

Parallel zu dieser Entwicklung ging in den letzten Jahren eine Ausweitung des Biorebbaus einher, von ein paar wenigen Winzern auf heute über 130 Bioproduzenten.

Mit viel Dynamik arbeiten die Züchtungsinstitute, die Sortenprüfung und die innovativen Biowinzer an der Weiterentwicklung des Piwi-Sortiments. Nebst dem Kennenlernen der Eigenschaften im Anbau interessiert hauptsächlich die Frage, wie aus diesen Trauben der bestmögliche Wein gewonnen werden kann.

Alljährlich werden die neusten Erkenntnisse dieser intensiven Zusammenarbeit an der FiBL-Weinbautagung diskutiert. Dabei werden auch Empfehlungen weitergegeben. Weitere Schwerpunkte der Tagung sind die neusten Entwicklungen in der Weinbereitung sowie bei der Regulierung der Rebkrankheiten. Die Tagung findet am 5. März 2008 in Olten statt.

Andreas Häseli
FiBL Beratung
5070 Frick

Tel. 062 865 72 64
andreas.haeseli(at)fibl.org

Bioweinbautagung 5. März 2008

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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