Die Schlichtungsstelle der Biobranche

Seit fünf Jahren gibt es bei Bio Suisse eine Ombudsstelle. Sie unterstützt Mitglieder und Lizenznehmer darin, faire und transparente Handelskonditionen bei ihren Marktpartnern einzufordern – kostenfrei.

(13.05.2019) 

Die Ombudsstelle ist mit FiBL-Mitarbeiter Toralf Richter besetzt, einer unabhängigen und unparteilichen Person mit guten Kenntnissen der Schweizer Biobranche. Im Schnitt gelangen rund drei Fälle pro Jahr an die Stelle. Dass es so wenige sind, wertet Toralf Richter als positive Bilanz: «Die Fairplay-Regeln von Bio Suisse zur Preisgestaltung werden ernst genommen.» Die meisten Probleme entstünden dann, wenn Preis- und Lieferkonditionen nicht offen oder nachvollziehbar kalkuliert oder kommuniziert wurden. «Manchmal genügt ein Gespräch, manchmal braucht es fünf Treffen, um eine Einigung zu finden. Nur in wenigen Fällen wurden die Parteien nicht einig», sagt der Ombudsmann. «Aber auch in diesen Fällen erhöhte das moderierte Gespräch zwischen den betroffenen Parteien die Bereitschaft zur Lösungs- und Kompromissfindung deutlich.» Aufgrund der unterschiedlichen Marktstärke werden ohne Einschalten des Ombudsmannes solche Anliegen von der marktstärkeren Partei sonst häufig ignoriert.

Beschwerden, welche die Ombudsstelle bearbeitet

  • Unfaires Preisverhalten (Preisabsprachen, Preisdumping, nicht gerechtfertigte Forderung von hohen Aktions- und Marketingbeiträgen, Ausnutzen von Abhängigkeiten und Marktmacht)
  • Behinderung des Marktzutritts
  • Kurzfristige, existenzgefährdende Kündigungen von Lieferbeziehungen
  • Intransparenz in der Konditionengestaltung

Weiterführende Informationen

Ombudsstelle für faire Handelsbeziehungen (Webseite Bio Suisse)

 

Franziska Hämmerli, FiBL

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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