Stechende Insekten in Schach halten

Stechfliegen und Kriebelmücken haben Hochkonjunktur und plagen die Tiere. Für Biomilchproduzenten hat sich das Problem zusätzlich verschärft. Im Biolandbau konnte 2018 das Mittel «Biozid Larvenfrei» aus produktionstechnischen Gründen nicht mehr auf der Betriebsmittelliste aufgeführt werden. Das Nachfolgeprodukt wird frühestens 2019 erwartet.

(06.08.2018) Den Kühen hilft primär die Nachtweide, dem Melker nützt dies nicht unbedingt viel, sind es doch die Stechfliegen die ihm beim Füttern, und noch mehr während dem Melken plagen. Meistens greift man dann zum Wasserschlauch und benetzt die Kühe mitsamt Euter. Die Erleichterung hält nicht lange an und ist nur mässig befriedigend. Pflanzliche Duftstoffe wie Lavendel oder Minze sollen die Fliegen vertreiben – als Notmassnahme reicht dies nicht aus.

Sind die Kühe im Melkstand durch Stechfliegen geplagt, hat sich Essigwasser, 1:1 verdünnt, angeblich gut bewährt (mittels Sprühflasche auf Euter, Bauch und Beine sprühen).Was zudem hilft, ist die Kuhdusche. Der feine Nebel reduziert den Hitzestress der Kühe und erschwert den Fliegenflug. Die Technik ist kostengünstig und lohnt sich im Fressbereich und im Melkstand.

Nebst den direkten Massnahmen scheint die Prävention ein wichtiges Element in der erfolgreichen Stechfliegenbekämpfung zu sein. Es gilt die Brutstätten durch Stallhygiene oder Einsatz von Kalk zu minimieren. Die Ansiedlung von Schlupfwespen kann die Fliegenlarven erfolgreich reduzieren. Wenn die Fliegenplage im Sommer ihren Höhepunkt erreich hat, ist es für die Ansiedlung von Schlupfwespen allerdings zu spät.

Haben sie weitere hilfreiche Erfahrungen? Bitte senden Sie diese an Stefan Schürmann (Kasten rechts)

Weiterführende Informationen

Dauernd im Freien: Tipps und Tricks zum Weidestall für Wiederkäuer (Rubrik Rindvieh)

StSch

 

 

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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