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Vermarktung in der Umstellungszeit

Absatzmöglichkeiten

Sie finden die Absatzmöglichkeiten für Umstellprodukte unter

Absatzmöglichkeiten (Rubrik Markt)

Hinweise zur Vermarktung in der Umstellungszeit

Auf dieser Seite geht es nur um die Vermarktung von Umstellungsprodukten. Wenn Sie sich über die Marktlage für Bio- bzw. Knospeprodukte ins Bild setzen möchten, dann klicken Sie oben auf die Seite Markt.

Damit die Umstellungszeit wirtschaftlich gut überstanden werden kann ist es wichtig, die Vermarktungsmöglichkeiten vorher genau abzuklären. Es gibt nur wenige Abnehmer, die Umstellungsprodukte akzeptieren. Die Gründe sind:

  • Für den Abnehmer lohnt es sich nicht, die meist kleinen Mengen an Umstellungsprodukten separat zu deklarieren und zu vermarkten.
  • Kleines Interesse der Endvermarkter (Läden, Grossverteiler).

Wichtig:
Sollen im ersten Umstellungsjahr Ernteprodukte aus überwinternden Kulturen als Umstellungsware vermarktet werden, muss der Betrieb vor dem Saattermin für die Umstellung angemeldet werden. Die entsprechenden Kulturen müssen ab Aussaat biokonform angebaut werden.

Direktvermarktung

Eine gute Möglichkeit ist die Direktvermarktung. Hilfreich ist dabei eine ansprechende Verpackung und klare Deklaration. Bio Suisse bietet in ihrem Online-Shop diverse Verpackungsmaterialien auch für Umstellebertriebe an:
Online-Shop (Webseite Bio Suisse)
Direktvermarktung (Rubrik Markt)

Status der Tiere während der Umstellungszeit

Grundsätzlich gilt: Der Status eines Tieres oder eines Produkts ist nie höher als der Status des Betriebes.

1. Vor oder während der Umstellungszeit auf dem Umstellbetrieb geborene Tiere

Nach erfolgter Kontrolle und Zertifizierung, aber frühestens ab dem 1. Mai des ersten Umstellungsjahres und bis zum 31. Dezember des zweiten Umstellungsjahres, gelten diese Tiere als Umstelltiere.
Ab dem 1. Januar des dritten Jahres gelten die Tiere als Biotiere.

2. Vom Umstellbetrieb  zugekaufte Biotiere

Diese gelten während der Umstellungszeit als Umstelltiere und ab dem 1. Januar des dritten Jahres als Biotiere.

3. Vom Umstellbetrieb zugekaufte Nichtbiotiere

(Für Rinder, die im Rahmen eines Aufzuchtvertrages von einem Nichtbiobetrieb zurückgekauft werden, gilt die Spezialregelung unter 3.a)

Diese Tiere gelten während der Umstellungszeit als Umstelltiere.
Ab dem 1. Januar des dritten Jahres gelten sie als Biotiere, sofern sie die Wartefristen (siehe weiter unten) fertig durchlaufen haben.

Für den Zukauf von Nichtbiotieren gelten folgende Einschränkungen:

Die Zertifizierungsstelle kann in Übereinstimmung mit der MKA auf Gesuch hin einzelnen Betrieben bewilligen, Tiere aus nichtbiologischen Betrieben im Umfang bis zu 40 % des Bestandes einzustallen, sofern Tiere aus Biobetrieben nicht in ausreichender Menge verfügbar sind, bei:

  • a) Erheblicher Ausweitung der Haltung;
  • b) Rassenumstellung;
  • c) Aufbau eines neuen Zweiges der Tierproduktion;
  • d) Notwendigkeit eines Ersatzkalbes für eine Mutter- oder Ammenkuh;
  • e) Gefahr, dass eine bestimmte Rasse der Landwirtschaft verloren geht (von ProSpecieRara gelistete Rasse);
  • f) Rassen mit sehr kleinen Populationen (Nischenrassen) im Umfang bis 10 % des Bestandes an ausgewachsenen Tieren.

Nullipare weibliche Jungtiere, die unter Kategorie e) fallen, können alljährlich im Umfang von bis zu10 % des Bestandes an ausgewachsenen Tieren in Absprache mit den Zertifizierungsstellen (ohne schriftliches Gesuch) von nichtbiologischen Betrieben zugekauft werden, sofern Tiere aus Biobetrieben nicht in ausreichender Menge verfügbar sind. Diese Tierzukäufe sind bei der Kontrolle auszuweisen.

Bei hoher Mortalität auf Grund einer Seuche oder einer Katastrophensituation bewilligt die MKA in Übereinstimmung mit der Zertifizierungsstelle die Erneuerung oder den Wiederaufbau des Bestandes mit Tieren aus nicht biologischen Betrieben, sofern Tiere aus Bio-Betrieben nicht in ausreichender Menge verfügbar sind.

Männliche Zuchttiere aus nicht biologischen Betrieben können jederzeit zugekauft werden.

Die Definition von «Aufbau» nach BioV Artikel 16f wird sehr weit gefasst, das heisst der Aufbau kann auch wiederkehrend sein. Es dürfen jedoch nur nicht biologische Tiere zugekauft werden, wenn keine Bio-Tiere verfügbar sind.

Wartefristen für zugekaufte Nichtbiotiere

  • 12 Monate bei Tieren der Pferde- und Rindergattung (einschliesslich Büffel- und Bison-Arten) für die Fleischerzeugung, und, bei kurzlebigen Tieren, auf jeden Fall mindestens drei Viertel ihres Lebens;
  • 6 Monate bei kleinen Wiederkäuern und Schweinen;
  • 6 Monate bei milchproduzierenden Tieren;
  • 56 Tage bei Geflügel für die Fleischerzeugung, das eingestallt wurde, bevor es drei Tage alt geworden war;
  • 6 Wochen bei Geflügel für die Eiererzeugung

3.a Rückkehr von nichtbiologischen Aufzuchttieren auf Umstellungsbetriebe

Eigene Tiere des Umstellungsbetriebes dürfen aus einem nicht biologischen Aufzuchtbetrieb auf den Umstellungsbetrieb zurückkehren, falls alle folgende Bedingungen erfüllt sind (Bio Suisse Richtlinien Teil II, Art. 4.4.4):

  • Der Aufzuchtvertrag wurde vor der Anmeldung zur Umstellung abgeschlossen.
  • Die Tiere wurden vor Umstellungsbeginn auf den nicht biologischen Betrieb in Aufzucht gegeben.
  • Die Tiere müssen innerhalb der Umstellungszeit auf den Betrieb zurückkehren.
  • Die Wartefristen müssen eingehalten werden

4. Verkauf von Tieren eines Umstellungsbetriebes an einen Biobetrieb

Nach durchlaufener Wartefrist (siehe oben) gelten solche Tiere auf dem Biobetrieb als Biotiere. Die Tiere können die Wartefrist auf dem Umstellungsbetrieb oder teilweise auf dem Biobetrieb absolvieren.

Beispiel:
Ein Biobetrieb kauft Mitte Mai eine Kuh von einem Umstellungsbetrieb, der im ersten Umstellungsjahr steht. Dann kann der Biobetrieb die Milch dieser Kuh ab dem 1. Juli als Biomilch verkaufen. Das Fleisch dieser Kuh darf der Biobetrieb aber erst ab dem folgenden 1. Januar als Biofleisch verkaufen.

Vermarktung von Milch und Eiern

Die oben erwähnten Wartefristen beziehen sich auf Zucht- und Schlachttiere. Nach Beginn der Umstellungszeit dürfen die Milch und die Eier als Umstellungsprodukte vermarktet werden, sobald der Betrieb zertifiziert ist, aber frühestens ab dem 1. Mai. Das gilt auch für alle pflanzlichen Produkte, wie in der Grafik dargestellt.

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Tierverkehrsvignetten für die Umstellzeit

Falls Sie Tierverkehrsvignetten für die Umstellzeit benötigen, können Sie diese einmalig bestellen bei
Bio Suisse
Jacqueline Martin
Tel. 061 204 66 45
pmfleisch(at)bio-suisse.ch

Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Merkblatt
«Tierverkehrs-Vignetten 2018 Knospe-Umstellung» (41.9 KB)

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.02.2020

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