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Biobüffelmilch Bioziegenmilch 

Bioschafmilch

Schafmilch ist fett-, protein- und kalziumreicher als Kuhmilch. Der Geschmack ist mild, erinnert an Mandeln und ist nicht mit Ziegenmilch zu vergleichen. Das macht Schafmilch und Schafkäse bei der Biokundschaft zu einer beliebten Alternative. Obwohl wenig erforscht, hat Schafmilch auch den Ruf einer angeblich besseren Verdaulichkeit und Verträglichkeit im Vergleich zu Kuhmilch. Sie wird deshalb von gewissen Konsumenten und Konsumentinnen, sowie Allergikern der Kuhmilch vorgezogen.

In der Schweiz wurden 2019 422'000 Schafe gehalten. Nur 15'000 Schafe (3.5%) werden insgesamt gemolken. 11'000 Milchschafe werden nach den Vorgaben des biologischen Landbaus gehalten. In zwanzig Jahren hat sich der Bestand der Biomilchschafe mehr als vervierfacht. Der prozentuale Bioanteil stieg ebenfalls stark an von 35% im Jahr 2000 auf 73% im Jahr 2019.

125 Biobäuerinnen und -bauern produzieren Schafmilch. In zwanzig Jahren sind 15 Biobetriebe verschwunden. Währenddessen sind über 200 konventionelle Betriebe verschwunden. Durch diesen starken Rückgang im konventionellen Bereich stellen die Biobetriebe ab 2014 die Mehrheit. 2019 produzierten 55% der Schafmilchbetriebe biologisch. Die Bioschafmilchproduktion konzentriert sich auf die Voralpen. Die meisten Biomilchschafe werden in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Bern und Luzern gehalten. Stark zugenommen hat die durchschnittliche Zahl der Milchschafe pro Biobetrieb. Betrug sie im Jahr 2000 noch 17 Milchschafe pro Betrieb, stieg sie im Jahr 2019 auf 85 Tiere.

2019 wurden gemäss Agristat 6500 Tonnen Schafmilch gemolken. Dies entspricht einem Anteil von 0.4% an der gesamtem Milchproduktion. Allerdings werden ca. 1500 Tonnen nicht vermarktet, sondern selbst konsumiert oder vertränkt. Von den 6500 Tonnen dürften ca. 4700 Tonnen Bioschafmilch sein. Verarbeitet wird Schafmilch vor allem zu Käse, Trinkmilch und Joghurt. Die häufigsten Milchschafrassen in der Schweiz sind Lacaune und Ostfriesische Milchschafe. Die Milchleistung eines Schafs beträgt ca. 450 kg pro Jahr.

Marktsituation

Nach Jahren des Wachstums ist die Nachfrage im Schweizer Detailhandel nach Bioschafmilchprodukten stagnierend. Molkereiprodukte sind 2019 und 2020 gar leicht rückläufig. Ein Grund dafür könnte sein, dass Schafmilch als Alternative zur Kuhmilch zunehmend Konkurrenz von pflanzlichen Ersatzprodukten bekommt. Bioschafmilchkäse ist hingegen weiterhin wachsend. Von 2015 bis 2019 konnte diese Produktkategorie jedes Jahr um ca. 10% zulegen. 2019 wurden 203 Tonnen reiner Bioschafmilchkäse hergestellt. Das entspricht einem Bioverarbeitungsanteil von 53%. Schweizer Bioschafmilchprodukte werden auch exportiert. Der Exportkanal ist nach wie vor wachsend.

Die Preise sind stabil. Die Produzentin erhält zwischen 2.80 CHF und 3.00 CHF/kg. Der Produzentenpreis ist im Winter deutlich höher als im Sommer. Im Detailhandel zahlt der Konsument rund 2.95 CHF pro Halbliter.

Marktakteure

Schafmilch ist eine fest etablierte Nische im Fach- wie auch im Detailhandel. Interessierte Produzenten und Produzentinnen sollten sich zunächst mit einem möglichen Abnehmer in Verbindung setzen um den Bedarf zu klären. 

Die grössten Verarbeiter sind

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.01.2021

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