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Regulierung der Herbstzeitlose

In gewissen Jahren tritt die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) vor allem in feuchten Naturwiesen vermehrt auf. Als Ursache werden milde Winter und die Extensivierung von Wiesen vermutet. Die Pflanze kann aufgrund des Gehaltes an Kolchizin bei Tieren zu Vergiftungserscheinungen führen.

Die Herbstzeitlose blüht im Herbst und somit ausserhalb der Blütezeit der meisten Pflanzen, deshalb ihr spezieller Name. Andere Bezeichnungen wie Teufelswurz oder Leichenblume deuten auf ihre Giftigkeit hin. Aus 15 bis 20 cm tief sitzenden Zwiebelknollen wachsen etwa 20 cm hohe Pflanzen. Die Blätter sind dunkelgrün und lanzettförmig wie die von Tulpen. Die Samen befinden sich in einer braunen Fruchtkapsel, die von Mai bis Juni zu sehen ist.

Die Pflanze enthält das giftige Alkaloid Kolchizin. Der höchste Giftstoffgehalt ist in der Blüte zu finden. Die häufigsten Vergiftungsfälle bei Tieren werden durch Herbstzeitlose in Heu oder Grassilagen verursacht.

Allein durch Schnitt lässt sich die Pflanze nicht verdrängen. Sie ist in der Regel ideal an den Standort angepasst. Bei hohem Vorkommen hilft nur eine leichte Intensivierung, zum Beispiel eine Umtriebsweide mit Rindern ab April/Mai mit hohem Tierbesatz. Weideerfahrenes Vieh lässt die Pflanze stehen, zertritt aber die Triebe. Da die Vermehrung über Samen stattfindet, muss unbedingt nachgemäht werden. Ausstechen ist aufwändig und bei massenhaftem Auftreten fast unmöglich. Bei vereinzelten Pflanzen muss dies mindestens in zwei bis drei aufeinanderfolgenden Jahren im April oder Mai gemacht werden. Die Zwiebeln sollten dabei aber nicht verletzt werden, da sie sich sonst noch stärker vermehren.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.09.2018

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