Futter nicht an Spulwürmer vergeuden Kannibalismus bei Schweinen – was tun? 

Darauf ist beim Einstallen zu achten

Mastbetriebe, die nicht in einem geschlossenen System arbeiten, müssen insbesondere beim Zukauf der Ferkel darauf achten, das Krankheitsrisiko gering zu halten. Zugekaufte Ferkel sind in mehrfacher Hinsicht belastet durch:

  • Transport
  • Umgebungswechsel
  • Neue Stallgefährten
  • Futterumstellung

In dieser Situationen wachsen die Schweine oftmals überhaupt nicht und/oder sind durch die Mehrzahl der Stressfaktoren anfällig für Krankheiten. Um dennoch optimal in die Mast zu starten, sind folgende Massnahmen zu beachten.

  • Abteile vor dem Einstallen reinigen, gegebenenfalls desinfizieren und vorheizen. Die Tränkefunktion überprüfen und das Wasser einige Zeit laufen lassen, um länger stehendes Wasser in den Leitungen zu vermeiden
  • Die Ferkel sollten möglichst immer vom gleichen Züchter stammen.
  • Wenn doch Ferkel von verschiedenen Erzeugern geliefert werden, dann können die anfänglichen Rangstreitigkeiten durch großzügige Einstreu und Spielmöglichkeiten gemildert werden. Das beste Mittel gegen Beissereien ist jedoch die Beibehaltung der festen Gruppen aus der Aufzucht.
  • Die Tiere beim Kauf wiegen, auf «Vitalität» prüfen und auffällige Ferkel in Absprache mit dem Lieferanten auf dem Lieferschein vermerken.
  • Die Ferkel nach Geschlecht und Gewicht sortieren, da Kastraten viel schneller wachsen als Sauen. So kann die Fütterung dem Bedarf angepasst werden.
  • Am ersten Tag nur Wasser, am zweiten Tag mit dem vom Ferkelerzeuger mitgebrachten Aufzuchtfutter rationiert füttern. Danach täglich die Futtermenge erhöhen und die eigene Vormastmischung verwenden.
  • In Abteilen mit festen Liegeflächen müssen die Tiere in den ersten Tagen die Funktionsbereiche in den Buchten erlernen. Dazu wird auf die Liegefläche Futter gestreut und der Kotplatz befeuchtet. Die Massnahme muss in der ersten Zeit täglich wiederholt und die Wirkung kontrolliert werden. Danach darf Raumaufteilung nicht mehr verändert werden.

Autorin: Barbara Früh

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 02.09.2016

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