Eiweissversorgung – bestehende Ressourcen möglichst gut nutzen Auslauftüren im Schweinestall richtig montieren 

Bioschweinestall gründlich reinigen und wenn nötig desinfizieren

Ein hoher Hygienestandard ist ein Muss für jeden Biobetrieb, denn damit kann das Auftreten von Krankheiten vermindert und der Einsatz von Medikamenten reduziert werden. Die Bioschweinehaltung unterscheidet sich jedoch massgeblich von der konventionellen Stallhaltung unter anderem durch das Angebot an Auslauf und Stroh sowie grössere Buchtenflächen.

Das Hygienemanagement umfasst den gesamten Betrieb. Die Reinigung und Desinfektion ist ein Teilaspekt davon. Bei ordentlicher und regelmässiger Reinigung mit anschliessendem Leerstehenlassen des Stalles kann grundsätzlich auf eine Desinfektion verzichtet werden. Besteht allerdings im Bestand ein Krankheitsproblem, sollte dieses tiermedizinisch abgeklärt und der Stall je nach Erreger spezifisch desinfiziert werden. Die für den Biolandbau zugelassenen Desinfektionsmittel sind in der Betriebsmittelliste aufgeführt.

Alternativ zum Einsatz von chemischen Desinfektionsmitteln können die Stallböden und Holzbuchtenwände abgeflammt werden. Das ist hilfreich zur Bekämpfung von Parasiteneiern, zeigt aber in der Keimreduktion eine geringere Wirkung als ein Peressigsäureprodukt. Zur Bekämpfung von Würmern muss unbedingt regelmässig der Kot untersucht und bei Befall der Schweinebestand entwurmt werden. Ein Desinfektionsmittel gegen Wurmeier gibt es allerdings für Biobetriebe nicht. Die Übertragungswege müssen durch Reinigung unterbrochen werden.

Kurz und bündig: Ställe regelmässig gründlich reinigen und dann ein paar Tage leer stehen lassen. Wenn desinfizieren, dann nur vollständig saubere und abgetrocknete Bereiche.

Weiterführende Informationen

Merkblatt Hygienemanagement in der Bioschweinehaltung (FiBL-Shop)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 05.09.2011

Werbung