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Die Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern
Merkblatt Mischkulturen 

Die Mischkulturen weiterentwickeln – mit dem Remix-Projekt

Das europäische ReMIX-Projekt, das im Mai 2017 gestartet wurde, zielt darauf ab, den Anbau von Mischkulturen zu fördern. Auf noch offene Fragen, die sich beim Anbau ergeben, sollen zuhanden der Landwirte und Abnehmern angepasste Antworten gegeben werden. Verschiedene Akteure sind eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen. Der schweizerische Teil des Projekts konzentriert sich auf Lupine in Mischkultur und die Verbesserung des Anbaus der geläufigsten Mischungskombinationen (zum Beispiel Saatzeitpunkt und Saattiefe bei Erbsen und Wintergerste). Zu diesem Zweck werden Versuche und Demonstrationen auf Bauernhöfen durchgeführt.

Der Anbau von Hülsenfrüchten und Getreide in Mischkultur vereint die positiven Wirkungen dieser beiden Kulturen. Dank Hülsenfrüchten wird der Betrieb unabhängiger in Bezug auf Proteinfutter und Stickstoffdünger. Das Getreide bringt eine bessere Unkrautunterdrückung und reduziert das Risiko von Schädlingsbefall. Insgesamt führt die Mischkultur zu einer Ertragssteigerung gegenüber den Reinkulturen.

Film: Braucht es eine eigene Züchtung für Mischkulturen?

Im EU-Projekt ReMIX geht es darum, den Leguminosen-Mischanbau europaweit zu fördern. Dies auch vor dem Hintergrund des Klimawandels, denn Mischkulturen liefern stabilere Erträge, zum Teil bessere Qualität. Die Frage lautet: Braucht es eine eigene Züchtung für Mischkulturen? Oder reicht es, wenn man die besten vorhandenen Sorten miteinander kombiniert. Das will Benedikt Haug in seiner Dissertation herausfinden. In seinen Feldversuchen kombiniert er dafür ein großes Set an europäischen Erbsensorten mit verschiedenen europäischen Gerstensorten. Im Film berichtet er über die ersten Ergebnisse.

Weiterführende Informationen
Das Remix-Projekt (3.1 MB) (auf französisch)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.01.2020

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