Biobirnen und frühe Bioäpfel gesucht

(15.09.2010) 

Das Marktpotenzial für Biobirnen ist noch nicht ausgeschöpft. Besonders Früchte mit langer Lagerfähigkeit (zum Beispiel Sorte «Uta») sind gesucht. Auch bei den frühen Apfelsorten besteht noch Wachstumspotenzial.

2010 kleinere Ernte als 2009

Die Ernte 2010 zeigt: In diesem Jahr wird die grosse Vorjahresmenge nicht erreicht. Schon die natürliche Alternanz sorgt dafür, dass einem starken Jahr ein schwaches folgt. Dazu kamen ein erhöhter Pilzdruck in Frühling und Spätsommer verursacht durch Nässe und ein starker Madenbefall durch den Apfelwickler, der im heissen Wetter von Ende Juni und Anfang Juli grosse Populationen aufbaute. Darum fällt schon die Ernte der Frühsorten geringer aus als im Vorjahr und auch für die Herbst- und Lagersorten werden wesentlich geringere Mengen erwartet. Die Vorernteschätzung beläuft sich auf 3'098 Tonnen. Es werden daher stabile Preise und ein problemloser Verkauf der geernteten Früchte erwartet.

Marktpotenzial mittelfristig bei 3'800 Tonnen

Das Kernobstjahr 2009 war mit 3'671 Tonnen Äpfeln enorm ertragreich. Die Anstrengungen aller Marktpartner machten es möglich, die eingelagerten Früchte trotzdem erfolgreich zu vermarkten. Das begann mit der strengen Auslese der Produzenten, die nur qualitativ ausgezeichnete Ware als Tafelware einlagerten und den Rest der Verarbeitung zuführten. Weiter entscheidend war das genaue Monitoring der eingelagerten Mengen durch die Lagerhalter. Regelmässige Aktionen im Detailhandel schliesslich sorgten für eine deutliche Erhöhung der Absatzmengen.

Im Rückblick wird deutlich, dass der Markt für Biokernobst kontinuierlich wächst und die Marktpartner gut zusammenarbeiten. Darum sieht die Fachkommission Obst der Bio Suisse mittelfristig ein Marktpotenzial für Äpfel von 3800 Tonnen.

Weiterführende Informationen

Anbauempfehlungen für Biokernobst 2010 (FiBL-Shop)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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