Bioforum fordert grundsätzliches Umdenken

(01.03.2010) 

Das Bioforum Schweiz lanciert eine öffentliche Grundsatzdiskussion über die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft. Der Verein fordert ein radikales Umdenken weg von den bisherigen Konzepten hin zu einer tatsächlich nachhaltigen und sozialen Landwirtschaft. Mit der "Möschberg-Erklärung" lädt der Verein Bauern, Konsumenten und weitere Interessierte ein, auf bioaktuell.ch offen über Ideen zur zukünftigen Landwirtschaft und der Nahrungsmittelproduktion zu diskutieren.

Das Bioforum stellt fest: Die heutige Landwirtschaft schadet der Umwelt und verursacht soziale Ungerechtigkeit. Sie verschärft die Hungerproblematik, anstatt sie zu mildern. Sie ist zudem abhängig von nicht erneuerbarer Energie. Jede produzierte Kalorie muss mit fossiler Energie «eingekauft» werden.

Die Ernährung mit weitgehend lokalen oder regionalen Lebensmitteln sei ein Grundbedürfnis der Gesellschaft, hält das Bioforum ferner fest. Diese Lebensmittel sollen in überschaubarer und persönlich gestaltbarer Landwirtschaft produziert werden. Mit einer kleinräumigen Landwirtschaft soll die Lebensgrundlage der Bäuerinnen und Bauern und damit das soziale und kulturelle Erbe der Landwirtschaft erhalten werden.

Als Lösungsvorschlag formuliert das Bioforum in seiner Erklärung vier wesentliche Zielvorstellungen: 

  • kleinere Betriebseinheiten und nicht grössere
  • mehr Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und nicht weniger
  • grössere natürliche Vielfalt auf den Betrieben
  • neue Formen nachbarschaftlicher und sozialer Zusammenarbeit.

Diese Neuorientierung verlangt neue Handlungsgrundsätze für Bauern und Bäuerinnen. Das Umdenken muss aber auch von der übrigen Bevölkerung mitgetragen werden.

Zur "Möschberg-Erklärung"

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Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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