Biokernobst auf Wachstumskurs

(19.09.2011) 

Im jährlich wachsenden Markt für Biofrüchte wächst auch der Anteil an Biokernobst. Ideale Wachstumsbedingungen bescheren den Produzenten im Jahr 2011 hohe Erträge.

Bei Biomostobst ist das erwünscht. Die Ernteschätzung des SOV zeigt eine gute Ernte an: 6‘051 Tonnen Biomostobst, davon 4‘675 Tonnen Mostäpfel und 1‘376 Tonnen Mostbirnen. Die Preise bleiben stabil bei 28 Rappen pro Kilo für Mostbirnen, 33 bzw. 39 Rappen für Mostäpfel (gewöhnlich und spezial) sowie 18 Rappen für übriges Mostobst. Auf Rückbehalte für Biomostobst wird 2011 verzichtet., denn die Nachfrage hat stark zugenommen und Mostobstproduzenten, die bereit sind auf Bio umzustellen, sind gesucht.

Bei Tafelkernobst ist der Markt besser mit Früchten versorgt, hier geht es eher um die Steigerung der Absatzmengen. Die Ernteschätzung für Herbst- und Lagersorten von Bio Suisse sagt 4‘459 Tonnen handelbare Früchte voraus (3‘787 Tonnen Äpfel; 672 Tonnen Birnen). Diese Menge liegt leicht über dem Ziellagerbestand der Fachkommission Bio Obst von Bio Suisse: Darin werden 3‘700 Tonnen Äpfel und 750 Tonnen Birnen als vermarktbare Menge für 2011 angegeben. Gezielte Massnahmen sollen nun die Einlagerung von Übermengen verhindern:

  • 1. Die Produzenten sind aufgerufen, streng zu sortieren und nur qualitativ einwandfreie Ware einzulagern.
  • 2. Der Grosshandel überwacht die Einlagerungsmengen.
  • 3. Im Detailhandel wird mit zahlreichen Aktionen schon jetzt der Verkauf angeregt.

Die Richtpreise für Biokernobst werden Anfang November (Woche 45) bestimmt, wenn der Lagerbestand per 31. Oktober vorliegt. Bis dahin behalten die Preise der vergangenen Saison ihre Gültigkeit. Auf diesem Weg soll es gelingen, den Marktanteil an Biotafelkernobst zu vergrössern und gleichzeitig das Marktgleichgewicht zu halten.

Weitere Informationen

Biotafelkernobst (Rubrik Markt)

Biomostobst (Rubrik Markt)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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