Bioobst: 2008 deutlich geringere Erträge

(13.10.2008) 

Im Vergleich zum Grosserntejahr 2007 ist dieses Jahr deutlich weniger Ertrag zu verzeichnen. Wenn letztes Jahr noch gut 36'000 Tonnen Tafeläpfel an den Handel gingen, werden für diese Ernte bloss 23'000 Tonnen erwartet. Grund für die geringere Erntemenge sind ungünstige Witterungsverhältnisse, aber auch Alternanz, die im Bioanbau stärker zum Tragen kommt. Ein Ausdünnen mit Hormonen ist kein Thema und die mechanische Behangsregulierung ist nur beschränkt möglich. Die Feuerbrandsituation der letzten zwei Jahren hat sich in der Ostschweiz ebenfalls negativ auf die heurige Ernte ausgewirkt. Bei den Birnen liegt der erwartete Ertrag sogar unter einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Hier haben die Einflüsse der Natur noch stärker gewirkt als bei den Äpfeln. Dies aber nicht nur im biologischen Anbau, auch die konventionelle Ernte erreicht bloss um die 40 Prozent.

Wie die praktisch komplett verkauften Lagermengen des Vorjahres zeigen, ist die Nachfrage nach Biokernobst weiterhin sehr gross. Es wird ein Nachfrageüberhang erwartet. Auch die Verarbeitungsindustrie braucht mehr Bioobst, so dass die Posten mit vereinzelten Regen-, Schorf-, Frostflecken sowie Frostzungen (vor allem bei Topaz) und leichter Hagelschaden gut verkauft werden können.

Die gestiegenen Produktionskosten (Energie- und Lohnkosten) veranlasste die Branche den Produzentenpreis generell um10 Rappen pro kg anzuheben, das erste Mal seit vielen Jahren! Dies ist eine Anpassung um knappe fünf Prozent. Somit liegen die Produzentenpreise neu bei Fr. 1.90 bis 2.30 je nach Sorte. Ganz bewusst verzichten die Produzenten auf weitere Preisforderungen, die dieses Jahr im Marktumfeld möglich gewesen wären. Sie wollen an der bewährten stabilen und verlässlichen Preispolitik festhalten.

weitere Informationen zur aktuellen Marktsituation

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Werbung