Den Boden oder die Pflanzen ernähren?

(12.01.2009) 

Im Biolandbau gilt der Grundsatz, die Pflanzen über einen fruchtbaren Boden zu ernähren und nicht über schnell lösliche Stickstoffdünger oder sogar direkt über das Blatt. Die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten oder gar aufzubauen ist die hohe Kunst eines nachhaltigen Landbaus. Doch so einfach wie das auf Anhieb klingt ist es nicht.

Der Boden ist ein äusserst komplexes Gebilde. Die Bodenfruchtbarkeit wird durch eine schonende Bodenbearbeitung, eine ausgewogene Fruchtfolge und den Eintrag organischer Dünger positiv beeinflusst. Bei allen drei Faktoren ist ein grosser Spielraum vorhanden, jeder versteht etwas anderes unter schonender Bodenbearbeitung oder unter ausgewogener Fruchtfolge.

Auch über die Art der organischen Dünger gehen die Meinungen auseinander. Die Wissenschaft kann aber mit ein paar Versuche zeigen was für den Boden optimal und langfristig nachhaltig ist. Im ältesten und bekanntesten Versuch, dem DOK-Versuch in Therwil erbrachte die biodynamische Wirtschaftsweise die besten Werte bezüglich Bodenfruchtbarkeit. Der Hauptunterschied zu der normalen Biovariante ist der Einsatz von Mistkompost und Präparaten.

In der Praxis wird aber aus Kosten- Arbeits- und Platzgründen auf „moderne“ Stallsysteme gesetzt. Kurzfristig vielleicht richtig, langfristig zahlt sich der höhere Aufwand für die Kompostierung aber aus.

An der Bioackerbautagung vom 27. Januar 2009 am FiBL in Frick wird auf diese und andere Fragen wie dem sinnvollen Einsatz von effektiven Mikroorganismen und organischen Düngern eingegangen. Ausserdem berichten drei erfahrene Praktiker über den Einsatz von Kompost und Hofdüngern auf ihren Betrieben.

Bioackerbautagung vom 27. Januar 2009

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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