Ungenügende Eigenkapitalbildung macht vielen Bauern zu schaffen

(16.05.2013) 

Der wirtschaftliche Druck steigt, die Betriebe verändern sich, einige vergrössern, andere spezialisieren oder setzen auf den Nebenerwerb, wieder andere leiden - mangels Alternativen. Letztere sind deren viele, es sind oft «Auslaufbetriebe», die noch bis zum Generationenwechsel ohne nennenswerte Investitionen weiterarbeiten.

Was aber, wenn es bis zur Ablösung noch lange dauert? Was, wenn es «schon jetzt» brenzlig wird? Buchhaltung hin oder her, wenn das Geld nicht reicht, leidet die ganze Familie unter der Belastung und allen möglichen «Nebenwirkungen». In dieser Situation kann manchmal selbst das mittelfristige Fortbestehen eines Betriebs nicht gesichert werden.

Eine positive Eigenkapitalbildung ist nicht die alleinige Voraussetzung für eine gesunde Betriebsentwicklung. Die Frage, wie viel Arbeit eine Bauernfamilie dafür aufwendet, ist ebenso wichtig. Je mehr Zeit eingesetzt wird, desto besser sollte eigentlich Ende Jahr das Ergebnis ausfallen.

Die Bio Suisse Bauern haben sich auch die soziale Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt. Entscheidend ist letztendlich, ob innert nützlicher Frist geeignete Strategien gefunden werden, um soziale und finanzielle Notlagen zu verhindern. Eine Beratung sollte frühzeitig beigezogen werden. Die Beratungskosten sind im Vergleich zu den Auswirkungen von Notsituationen gering. Die FiBL-Beratung setzt sich für sozial und finanziell nachhaltige Lösungen ein, damit die Arbeit wieder Freude macht. (SS)


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Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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